Handy am Steuer – das kostet es in der Schweiz
Handy am Steuer: Eine kurze Nachricht kann dich den Führerausweis kosten. Erfahre hier, welche Bussen in der Schweiz …
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Das Stop-Schild beachten bedeutet im Schweizer Strassenverkehr immer: vollständiger Stillstand der Räder. Es reicht nicht, nur langsam heranzurollen oder im ersten Gang weiterzuschleichen. Wer das in der Autoprüfung falsch macht, fällt sofort durch. In meinen Fahrstunden in St.Gallen sehe ich oft, dass Fahrschüler aus Nervosität zu früh wieder anfahren. Ich zeige dir, wie du an der Kreuzung richtig hältst, wo genau du stoppen musst und warum die berühmt-berüchtigten drei Sekunden gar nicht im Gesetz stehen.
Um das Stop-Schild beachten zu können, musst du dein Fahrzeug komplett zum Stillstand bringen. Das heisst: Der Tacho zeigt null, die Räder drehen sich nicht mehr. Erst nach diesem Stopp darfst du den Querverkehr prüfen und weiterfahren, sofern die Strasse frei ist. Ein Stoppschild verlangt absolute Klarheit. Es reicht nicht, die Kupplung schleifen zu lassen und mit Schritttempo über die Linie zu rollen. In der Schweiz ist die Regelung unmissverständlich: Wer nicht komplett anhält, hat das Schild ignoriert. Nimm dir die Zeit. Du hast keinen Stress. Prüfe die Verkehrslage in Ruhe, bevor du dich für das Weiterfahren entscheidest. Lies auch unseren Ratgeber zum Thema Kreuzung ohne Signal, um dein Wissen über Vortrittsregeln zu vertiefen.
Gibt es eine weisse, durchgezogene Haltelinie auf der Strasse, stoppst du mit der Stossstange direkt davor. Du darfst die Linie nicht überragen. Fehlt diese Linie jedoch, fährst du bis zur Sichtlinie vor. Das ist die imaginäre Linie an der Kreuzungsecke, von der aus du den Querverkehr optimal einsehen kannst, ohne ihn zu behindern. Hältst du zu früh, siehst du nichts. Dann musst du dich nochmals vortasten und ein zweites Mal stoppen. Das gibt in der Prüfung Abzüge, weil es den Verkehrsfluss stört und Unsicherheit signalisiert. Fahr also mutig, aber kontrolliert bis zur Sichtlinie vor. Wenn ein Fussgängerstreifen vor der Sichtlinie liegt, musst du natürlich zuerst den Fussgängern den Vortritt gewähren. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über den Vortritt am Fussgängerstreifen.
Viele glauben, man müsse exakt drei Sekunden am Stoppschild stehen bleiben. Das Strassenverkehrsgesetz (SVG) schreibt jedoch keine genaue Zeit vor. Es verlangt lediglich den vollständigen Stillstand. Die drei Sekunden sind aber eine hervorragende Eselsbrücke. Wer im Kopf «21, 22, 23» zählt, hält garantiert lange genug, um die Verkehrslage wirklich zu erfassen. Besonders an unübersichtlichen Kreuzungen in der Stadt St.Gallen brauchst du diese Zeit ohnehin, um Velofahrer, Fussgänger und schnelle Autos von beiden Seiten zu checken. Mach dir diese Zählweise in den Fahrstunden zur Gewohnheit. Es kostet dich nichts, rettet dich aber vor unnötigen Fehlern in der Prüfung.
Wer das Stoppschild in der Schweiz überfährt, riskiert eine Ordnungsbusse von 250 Franken (Stand 28. September 2026). Kommt es zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, folgt eine Verzeigung. Das kann schnell zum Entzug des Führerausweises führen. In der praktischen Autoprüfung bedeutet ein überfahrenes Stoppschild das sofortige Ende – der Experte wird auf die Bremse treten. Die genauen Bussenkataloge findest du auf der offiziellen Seite der Schweizer Behörden ch.ch. Weitere Details zu den Verkehrsregeln bietet auch das Bundesamt für Strassen ASTRA. Es lohnt sich also nicht, wegen zwei Sekunden Zeitersparnis ein solches Risiko einzugehen. Das gilt übrigens auch, wenn du die Autobahn ausfahren möchtest und am Ende der Ausfahrt ein Stoppschild steht – hier ist die Verlockung oft gross, einfach weiterzurollen.
Die Verkehrsregel bleibt exakt gleich, aber die Technik im Auto unterscheidet sich. Beim Automatikauto drückst du einfach die Bremse, bis das Fahrzeug steht. Lass den Fuss fest auf dem Pedal, sonst kriecht das Auto durch das Standgas sofort wieder los. Das wäre ein Durchfallgrund. Beim handgeschalteten Auto drückst du Kupplung und Bremse. Du kannst den ersten Gang eingelegt lassen. Sobald die Strasse frei ist, suchst du den Schleifpunkt und fährst zügig an. Wenn du dich an einer schwierigen Stelle verfahren hast und umdrehen musst, schau dir unsere Anleitung zum Wenden in drei Zügen an.
Ja, absolut. Ein Stoppschild verlangt immer den vollständigen Stillstand deines Fahrzeugs, unabhängig davon, ob die Kreuzung frei ist oder nicht. Ein sogenannter «Roll-Stopp» ist illegal und wird bei einer Kontrolle gebüsst.
Die Haltelinie ist weiss und auf den Boden gemalt – dort musst du zwingend stoppen. Fehlt sie, hältst du an der Sichtlinie. Das ist die gedachte Linie, ab der du die Querstrasse optimal überblicken kannst.
Ja. Wenn du ein handgeschaltetes Auto fährst, drückst du die Kupplung und die Bremse. Du kannst den ersten Gang drin lassen, um nach dem Stopp sofort wieder anfahren zu können. Das spart Zeit und verhindert Stress.
Ja. Wenn du nicht vollständig anhältst, gilt das als schwerer Fehler. Der Prüfungsexperte wertet dies als Missachtung des Vortrittsrechts und mangelnde Verkehrssicherheit, was unweigerlich zum Nichtbestehen der praktischen Führerprüfung führt.
Zusatztafeln erklären oft Besonderheiten, zum Beispiel kreuzende Velos oder Tramlinien. Diese Schilder ändern nichts an deiner Pflicht zum Anhalten, weisen dich aber auf zusätzliche Gefahren hin, die du beim Queren berücksichtigen musst.