Handy am Steuer – das kostet es in der Schweiz
Handy am Steuer: Eine kurze Nachricht kann dich den Führerausweis kosten. Erfahre hier, welche Bussen in der Schweiz …
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Das Fahren im Tunnel gehört in der Schweiz zum Alltag, treibt aber vielen Neulenkern den Puls in die Höhe. Plötzlich wird es dunkel, die Wände wirken eng und der Lärm der anderen Autos hallt laut wider. Doch mit der richtigen Vorbereitung und klaren Regeln ist die Fahrt durch die Röhre absolut sicher und entspannt zu meistern.
Schon hunderte Meter vor dem Tunnel signalisieren dir Schilder, was gleich passiert. Nimm die Sonnenbrille ab, schalte das Abblendlicht ein und achte auf die signalisierte Höchstgeschwindigkeit. Oft wird das Tempo vor dem Portal reduziert, um Staus im Inneren zu vermeiden. Viele moderne Autos haben eine Lichtautomatik. Verlasse dich aber nicht blind darauf. Bei Nebel oder heller Dämmerung schaltet das System manchmal zu spät. Ein kurzer Griff zum Lichtschalter gibt dir die absolute Sicherheit, dass du gesehen wirst. Lies auch unsere Tipps zu den wichtigen Verkehrszeichen, die dir vor dem Portal begegnen.
Im Tunnel gelten strenge Vorschriften, weil Unfälle hier gravierendere Folgen haben als auf offener Strecke. Das Fahren im Tunnel verlangt deshalb volle Konzentration und eine vorausschauende Fahrweise von dir. Halte genügend Abstand. Wenn der Vordermann unerwartet bremst, brauchst du Reaktionszeit. Wenden und Rückwärtsfahren sind absolut verboten. Schalte zudem dein Radio ein, um bei Verkehrsbehinderungen sofort informiert zu werden. Wenn du nach der Prüfung alleine unterwegs bist, hilft dir diese Routine enorm. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zur ersten Fahrt nach der Prüfung.
Ein häufiger Fehler, den ich in meinen Fahrstunden beobachte: Das Tempo wird unbewusst verringert. Die fehlenden Fixpunkte und die dunklen Wände verfälschen das Geschwindigkeitsgefühl. Viele lenken ihr Auto plötzlich mit 60 km/h durch eine 80er-Zone. Das provoziert gefährliche Überholmanöver und ärgerliche Staus. Wirf regelmässig einen kurzen Blick auf den Tacho. Halte die signalisierte Höchstgeschwindigkeit konstant, sofern der Verkehr es zulässt. Nutze den Tempomat, falls dein Auto einen hat. Das hilft dir, dich voll auf den Abstand und die Spurhaltung zu konzentrieren, ohne ständig das Tempo korrigieren zu müssen.
Wenn der Verkehr im Tunnel ins Stocken gerät, musst du sofort reagieren. Schalte die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Halte mindestens fünf Meter Abstand zum vorderen Fahrzeug, auch wenn ihr steht. Sobald der Verkehr komplett zum Erliegen kommt, stellst du den Motor ab. Das verhindert, dass sich giftige Abgase in der Röhre sammeln. Bleibe im Fahrzeug und höre Radio. Bilde zwingend eine Rettungsgasse für Einsatzkräfte. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bietet detaillierte Informationen zur Tunnelsicherheit auf Schweizer Nationalstrassen, die du dir in Ruhe ansehen kannst.
Eine Panne im Tunnel ist unangenehm, aber mit kühlem Kopf gut zu meistern. Versuche, das Auto in eine Pannenbucht zu lenken oder es möglichst weit rechts am Rand abzustellen. Schalte den Warnblinker ein und ziehe deine Leuchtweste an, bevor du aussteigst. Gehe nicht auf der Fahrbahn umher. Nutze die Notrufstationen (SOS-Nischen) im Tunnel, anstatt dein Handy zu verwenden. Die SOS-Telefone übermitteln deinen genauen Standort direkt an die Einsatzzentrale. Warte danach auf dem schmalen Gehweg oder in der SOS-Nische auf Hilfe. Weitere generelle Tipps gibt es in unserem Artikel zum Verhalten bei einem Unfall.
Ein Feuer ist das grösste Risiko. Wenn dein eigenes Auto brennt, fahre – wenn möglich – aus dem Tunnel heraus. Ist das nicht mehr machbar, stelle das Auto ab, lass den Schlüssel stecken (für die Feuerwehr) und verlasse das Fahrzeug sofort. Flüchte über die gekennzeichneten Notausgänge. Diese führen in eine sichere Röhre oder ins Freie. Versuche niemals, ein grösseres Feuer selbst zu löschen, wenn es bereits ausser Kontrolle ist. Der Rauch ist hochgiftig. Der Touring Club Schweiz (TCS) erklärt in seinem Ratgeber ausführlich das sichere Verhalten im Tunnel.
Gerade in St.Gallen haben wir mit dem Rosenbergtunnel und dem Stephanshorntunnel wichtige Verkehrsadern, die oft stark befahren sind. Wer hier im Feierabendverkehr unterwegs ist, braucht Geduld und Überblick. Reihe dich frühzeitig ein und vermeide unnötige Spurwechsel. Das Fahren im Tunnel ist deutlich entspannter, wenn du deinen Platz gefunden hast und im Verkehrsfluss mitschwimmst. Wenn du mehr über den Stadtverkehr wissen willst, lies unsere Tipps, wie du sicher durch die Stadt St.Gallen fahren kannst.
In der Schweiz ist das Abblendlicht im Tunnel obligatorisch. Das Tagfahrlicht reicht nicht aus, da es die Rücklichter oft nicht aktiviert. Wer ohne Licht fährt, riskiert eine Ordnungsbusse.
In Tunneln mit Gegenverkehr ist das Überholen strikt verboten. Auf Autobahntunneln mit mehreren Fahrstreifen in dieselbe Richtung darfst du überholen, solltest Spurwechsel aber auf das absolute Minimum beschränken.
Ja, es ist stark empfohlen. So verhinderst du, dass Abgase und Lärm in den Innenraum dringen. Schalte zudem die Lüftung auf Umluft, wenn du hinter einem stark rauchenden LKW fährst.
Wer in der Schweiz ohne das vorgeschriebene Abblendlicht in einen Tunnel fährt, muss mit einer Ordnungsbusse von 40 Franken (Stand 7. Oktober 2026) rechnen. Bei Gefährdung anderer kann es deutlich teurer werden.
Warnblinker einschalten, Abstand zum Vordermann halten (mindestens 5 Meter) und bei komplettem Stillstand den Motor abstellen. Bleibe im Auto, höre Radio und bilde eine Rettungsgasse für die Rettungskräfte.