Handy am Steuer – das kostet es in der Schweiz
Handy am Steuer: Eine kurze Nachricht kann dich den Führerausweis kosten. Erfahre hier, welche Bussen in der Schweiz …
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Die Entscheidung zwischen Fahrschulauto oder Privatauto beschäftigt fast alle, die mit dem Fahren beginnen. Den Lernfahrausweis fürs Auto bekommst du in der Schweiz ab 17 Jahren – einen Monat nach bestandener Theorieprüfung. Danach stellt sich sofort die Frage, wo und wie du am besten Praxis sammelst. Die kurze Antwort lautet: Die fahrtechnischen Grundlagen gehören in die professionelle Fahrschule, die Kilometer-Routine holst du dir im eigenen Auto. Ich zeige dir, wie du beide Fahrzeuge optimal kombinierst.
Das Fahrschulauto ist dein sicherer Raum für das Erlernen der Grundlagen, während das Privatauto ideal ist, um später Routine zu sammeln. Beide Fahrzeuge haben in der Schweizer Fahrausbildung ihren festen Platz und schliessen sich nicht gegenseitig aus.
Wenn du bei mir in die erste Fahrstunde steigst, geht es erst einmal um das Gefühl für die Maschine. Ein Auto wiegt über eine Tonne und reagiert auf kleinste Bewegungen an Lenkrad, Gas und Bremse. Hier spielt das Fahrschulauto seine grössten Stärken aus. Es ist speziell für Lernende ausgerüstet. Das Privatauto hingegen ist ein Alltagsfahrzeug. Es hat keine zusätzlichen Spiegel für den Beifahrer und vor allem keine zweite Pedalerie. Deshalb macht es Sinn, die Aufgaben klar zu trennen. Du erlernst die Technik und das korrekte Verhalten bei mir im Fahrschulauto. Sobald das sitzt, vertiefst du dieses Wissen zu Hause im Auto deiner Eltern oder Freunde.
In den ersten Lektionen weisst du noch nicht, wie das Auto auf deine Bewegungen reagiert. Mein Fahrschulauto hat Doppelpedale, mit denen ich jederzeit bremsen oder kuppeln kann, bevor eine Situation gefährlich wird. Das nimmt dir den Druck.
Eine Autofahrstunde kostet bei mir 85 Franken für 50 Minuten – und die meisten unterschätzen, wie viel in diese 50 Minuten passt. Wir üben zielgerichtet genau das, was dir noch schwerfällt. Wenn du beispielsweise lernen möchtest, wie du sauber die Kupplung schalten lernen kannst, ohne den Motor abzuwürgen, zeige ich dir im Fahrschulauto die exakten Schleifpunkte. Ein weiterer grosser Vorteil ist die Versicherung. Wenn im Fahrschulauto ein Kratzer entsteht, ist das über meine Fahrschulversicherung gedeckt. Du haftest nicht für Schäden, die während der regulären Fahrstunde passieren. Das gibt dir die nötige Gelassenheit, um dich voll auf den Verkehr in St.Gallen zu konzentrieren.
Sobald du die Fahrzeugbedienung im Griff hast, sind private Lernfahrten extrem wertvoll. Du brauchst ein blaues L-Schild, eine Begleitperson über 23 Jahre, die seit mindestens drei Jahren den Führerausweis hat, und eine gut erreichbare Handbremse.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Lernfahrten sind in der Schweiz streng geregelt. Wie du auf den offiziellen Seiten des Bundes nachlesen kannst, müssen die Lernfahrten-Regeln auf ch.ch strikt eingehalten werden (Stand September 2026). Die Handbremse deines Privatautos muss für die Begleitperson jederzeit gut erreichbar sein. Bei modernen Autos mit elektronischer Handbremse ist das erlaubt, sofern diese auch während der Fahrt betätigt werden kann und ihre Wirkung nicht durch das Gaspedal unterbrochen wird. Testet das unbedingt auf einem leeren Parkplatz, bevor ihr in den Verkehr fahrt.
Nutze das Privatauto, um Kilometer zu sammeln. Wenn wir in der Fahrstunde das Wenden in drei Zügen geübt haben, fährst du am Wochenende mit deiner Begleitperson in ein ruhiges Quartier und wiederholst das Manöver zehnmal. Diese Routine ist durch nichts zu ersetzen und spart dir am Ende teure Fahrstunden.
Ja, du darfst in der Schweiz mit dem Privatauto an die praktische Führerprüfung, sofern es die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Ich empfehle dir aber ganz klar das Fahrschulauto für diesen wichtigen Termin.
Die Prüfexperten beim Strassenverkehrsamt St.Gallen kennen die Fahrschulautos der Region. Sie wissen, dass diese Fahrzeuge perfekt gewartet sind und über Doppelpedale verfügen. Das gibt nicht nur dir, sondern auch dem Experten ein sicheres Gefühl. Ausserdem bist du die Dimensionen meines Autos gewohnt. Du weisst genau, wo die Übersichtspunkte sind, wenn du rückwärts einparkierst oder die Einparkhilfe nutzen möchtest. Wenn du dich fragst, ob Fahrschulauto oder Privatauto für den Tag der Prüfung die bessere Wahl ist, lautet meine Antwort immer: Nimm das Auto, in dem du die schwierigsten Manöver gelernt hast.
Grundsätzlich deckt die normale Motorfahrzeughaftpflichtversicherung des Halters die Schäden an Dritten ab. Es ist jedoch extrem wichtig, dass der Halter seiner Versicherung meldet, dass Lernfahrten mit dem Auto durchgeführt werden. Klärt zudem ab, ob ein allfälliger Bonusschutz auch für Lernfahrer gilt.
Nein. Die Begleitperson muss die gleichen gesetzlichen Anforderungen erfüllen wie der Fahrer. Da für Neulenker und Lernfahrer in der Schweiz die Nulltoleranz (0,1 Promille) gilt, empfehle ich dringend, dass auch die Begleitperson absolut nüchtern ist. Die Begleitperson gilt rechtlich als Fahrzeugführer und muss jederzeit eingreifen können.
Ja, seit 2021 darfst du die Autoprüfung auf einem Automatikfahrzeug ablegen und danach trotzdem handgeschaltete Autos fahren. Das nimmt viel Stress aus der Ausbildung. Wenn du privat einen Handschalter hast, kannst du die Schaltvorgänge dort üben, während wir uns im Fahrschulauto auf den Verkehr konzentrieren.
Das L-Schild muss gut sichtbar am Heck des Fahrzeugs angebracht sein. Es darf weder das Kontrollschild verdecken noch die Beleuchtung einschränken. Wichtig: Sobald die Lernfahrt beendet ist und jemand mit gültigem Führerausweis fährt, muss das L-Schild zwingend wieder entfernt werden.