Herzinfarkt erkennen: So leistest du Erste Hilfe in St.Gallen
Einen Herzinfarkt schnell erkennen und richtig handeln kann Leben retten. Ich zeige dir die Anzeichen und wie du …
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Nach einem Motorradunfall stellt sich für Ersthelfende oft die entscheidende Frage: Soll ich den Helm abnehmen oder nicht? Diese Situation ist hochsensibel, denn eine falsche Entscheidung kann schwerwiegende Folgen für die verunfallte Person haben. Als Fahrlehrer erlebe ich immer wieder, dass gerade diese Unsicherheit viele vom Handeln abhält. Dabei gibt es klare Richtlinien, die dir helfen, in dieser Notsituation richtig zu entscheiden und zu handeln. Ich zeige dir, worauf es ankommt.
Grundsätzlich gilt: Lass den Helm, wo er ist, wenn die verunfallte Person ansprechbar ist, normal atmet und keine offensichtlichen Atemprobleme hat. Der Helm bietet einen gewissen Schutz für den Kopf und die Halswirbelsäule, solange er korrekt sitzt und nicht entfernt wird. Es gibt aber Ausnahmen, bei denen das Abnehmen des Helms lebensrettend sein kann. Du solltest den Helm entfernen, wenn die Person bewusstlos ist und du die Atemwege freimachen musst, wenn sie sichtbar Atemnot hat oder wenn sie nicht mehr atmet und du mit der Reanimation beginnen musst.
Das Ziel ist es immer, die Atmung zu sichern und die Wirbelsäule zu schonen. Wenn du dir unsicher bist, was der richtige Schritt ist, ist es oft besser, auf das Eintreffen der Rettungskräfte zu warten, es sei denn, die Atmung ist offensichtlich beeinträchtigt.
Es gibt zwei Hauptgründe, warum du bei einem Motorradunfall den Helm abnehmen musst, auch wenn das Risiko einer Wirbelsäulenverletzung besteht: die Sicherung der Atemwege und die Einleitung von Reanimationsmassnahmen. Ist die verunfallte Person bewusstlos und liegt auf dem Rücken, kann die Zunge nach hinten fallen und die Atemwege blockieren. Hier ist das Entfernen des Helms oft der erste Schritt, um die Atemwege zu befreien und die Atmung zu überprüfen. Du musst dann den Kopf vorsichtig überstrecken und gegebenenfalls den Mund von Fremdkörpern befreien.
Atmet die Person nicht mehr, musst du sofort mit der Herzdruckmassage und Beatmung beginnen. Dies ist mit Helm unmöglich. In solchen Fällen überwiegt das Risiko des Erstickens oder eines Herz-Kreislauf-Stillstands das potenzielle Risiko einer Wirbelsäulenverletzung. Hier zählt jede Sekunde. Im Nothelferkurs lernst du genau, wie du diese Situationen erkennst und die richtigen Prioritäten setzt.
Das korrekte Abnehmen eines Motorradhelms sollte idealerweise von zwei Personen durchgeführt werden, um die Halswirbelsäule so stabil wie möglich zu halten. Ich erkläre dir hier die gängige 2-Personen-Methode, die auch in den meisten Nothelferkursen gelehrt wird. Denk daran: Übung macht den Meister, und im Ernstfall musst du schnell handeln.
Vorbereitung:
Die 2-Personen-Methode zum Helmabnehmen:
Diese Methode minimiert das Risiko weiterer Verletzungen an der Halswirbelsäule, die bei Motorradunfällen leider häufig sind. Eine gründliche Ausbildung im Nothelferkurs ist hier Gold wert.
Bevor du dich überhaupt mit der Frage beschäftigst, ob du den Helm abnehmen Motorradunfall sollst, gibt es eine klare Prioritätenliste, die du abarbeiten musst. Diese Schritte sind entscheidend, um weitere Schäden zu verhindern und das Überleben der verunfallten Person zu sichern. Ich habe in meinen Kursen immer wieder betont, dass die eigene Sicherheit und die Absicherung der Unfallstelle an erster Stelle stehen:
Erst nach diesen Schritten solltest du die Entscheidung zum Helmabnehmen treffen, falls die oben genannten Kriterien dafür erfüllt sind. Denk daran: Dein Handeln kann den entscheidenden Unterschied machen. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt St.Gallen (SG.ch) bietet ebenfalls wichtige Informationen zur Ersten Hilfe im Strassenverkehr, die du kennen solltest.
Motorradunfälle bergen spezifische Risiken, die das Abnehmen des Helms zu einer noch komplexeren Entscheidung machen. Die häufigsten und gravierendsten Verletzungen sind Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen. Ein Helm schützt zwar den Kopf, kann aber bei einem Aufprall dennoch zu Kompressions- oder Schertraumata an der Halswirbelsäule führen. Ein falsch abgenommener Helm könnte eine solche Verletzung verschlimmern.
Ausserdem können Motorradfahrer bei Stürzen schwere Schürf-, Schnitt- und Knochenbrüche erleiden. Eine offene Fraktur am Bein oder Arm erfordert sofortige Aufmerksamkeit, kann aber die Entscheidung zum Helmabnehmen nicht ersetzen, wenn die Atmung nicht beeinträchtigt ist. Es ist ein Spagat zwischen dem Schutz der Wirbelsäule und der Sicherung lebenswichtiger Funktionen. Deshalb ist eine fundierte Ausbildung im Nothelferkurs so entscheidend, um diese komplexen Situationen richtig einzuschätzen und zu priorisieren. Lies auch: Knochenbruch Erste Hilfe: Erkennen, ruhigstellen, richtig handeln.
In der Schweiz bist du als Ersthelfer nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich zur Hilfeleistung verpflichtet. Das Strafgesetzbuch (StGB) Artikel 128 regelt die unterlassene Hilfeleistung und sieht bei Nichtbeachtung eine Busse oder Freiheitsstrafe vor. Das bedeutet: Wenn du Zeuge eines Unfalls wirst und nicht hilfst, obwohl es dir möglich und zumutbar wäre, machst du dich strafbar. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob du einen Nothelferkurs besucht hast oder nicht. Dein Handeln muss dabei aber verhältnismässig sein und darf dich selbst nicht in Gefahr bringen.
Der Nothelferkurs ist in der Schweiz eine Voraussetzung für den Erwerb des Lernfahrausweises und vermittelt dir genau die Kenntnisse, die du für solche Notfälle brauchst. Er gibt dir das Rüstzeug, um die Situation richtig einzuschätzen, einen Notruf abzusetzen und lebensrettende Sofortmassnahmen durchzuführen – einschliesslich der Entscheidung, ob und wie du den Helm abnehmen Motorradunfall solltest. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Strassenverkehrsämter (ASA) und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bestätigen die Wichtigkeit dieser Ausbildung für die Verkehrssicherheit.
Der beste Umgang mit einem Motorradunfall ist natürlich, ihn von vornherein zu vermeiden. Als Fahrlehrer in St.Gallen liegt mir die Sicherheit meiner Schüler besonders am Herzen. Hier sind ein paar Tipps, die ich dir mit auf den Weg gebe, um das Unfallrisiko zu minimieren:
Diese Massnahmen tragen massgeblich dazu bei, dass du gar nicht erst in die Lage kommst, über die Frage „Helm abnehmen Motorradunfall“ nachdenken zu müssen.
Nein, nicht immer. Wenn die verunfallte Person bewusstlos ist, aber normal und frei atmet und du keine Atemwegsverlegung vermutest, kannst du den Helm vorerst dranlassen. Kontrolliere die Atmung aber regelmässig. Nur bei Atemnot, fehlender Atmung oder wenn die Atemwege blockiert sind, ist das Abnehmen des Helms zwingend notwendig.
Wenn du alleine bist, versuche trotzdem, so stabil wie möglich zu arbeiten. Fixiere den Kopf der verunfallten Person mit deinen Knien oder Armen, während du den Helm vorsichtig abziehst. Priorität hat die Sicherung der Atemwege. Wenn du dir das Abnehmen nicht zutraust und die Atmung nicht beeinträchtigt ist, warte auf die Rettungskräfte. Wenn die Person aber nicht atmet, musst du handeln.
Ja, moderne Motorradhelme, insbesondere von Premium-Herstellern, verfügen oft über ein Notfall-Wangenpolster-System. Dabei können die Wangenpolster von aussen herausgezogen werden, was das Abnehmen des Helms erleichtert und die Druckbelastung auf den Kopf reduziert. Informiere dich beim Helmkauf über solche Sicherheitsfeatures.
In der Schweiz ist die unterlassene Hilfeleistung strafbar, nicht aber die Hilfe, die im guten Glauben geleistet wurde, auch wenn dabei Fehler passieren. Das Gesetz schützt Ersthelfende, die nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Wichtig ist, dass du überhaupt hilfst und nicht tatenlos bleibst. Das Risiko einer Schädigung durch Nicht-Handeln ist meist grösser als durch gut gemeintes Handeln.
Das korrekte Abnehmen eines Motorradhelms ist ein fester Bestandteil des Nothelferkurses. Dort lernst du die Technik unter fachkundiger Anleitung und kannst sie an Übungspuppen trainieren. Ich empfehle jedem, der am Motorradfahren interessiert ist oder oft im Strassenverkehr unterwegs ist, diesen Kurs regelmässig aufzufrischen. Die Schweizerischen Samariterverbände (samariter.ch) bieten solche Kurse flächendeckend an.
Quellen & weiterführende Informationen: Google Unternehmensprofil · IHK