Helm abnehmen Unfall: Was tun bei Motorradunfall? Dein Guide (16.08.2026)
Beim Motorradunfall den Helm abnehmen? Ich erkläre dir als Fahrlehrer, wann du handeln musst und wann nicht. Dein …
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Die Wahl des richtigen Prüfungsmotorrads ist entscheidend für den Erfolg deiner praktischen Motorradprüfung in der Schweiz. Nicht jedes Motorrad ist für jede Kategorie zugelassen, und die Vorschriften sind klar definiert. Als dein Fahrlehrer zeige ich dir genau, worauf es ankommt, damit du bestens vorbereitet bist und weisst, welches Töff du für deine Prüfung brauchst.
In der Schweiz gibt es klare Regelungen, welches Prüfungsmotorrad du für die einzelnen Motorrad-Kategorien verwenden darfst. Diese Vorschriften stellt das Strassenverkehrsamt sicher, damit du die Prüfung auf einem Fahrzeug ablegst, das den Anforderungen der jeweiligen Führerausweiskategorie entspricht. Ich erkläre dir die Details für die Kategorien A1, A2 und A.
Wenn du die Kategorie A1 absolvieren möchtest, also den Führerausweis für Leichtmotorräder, dann gelten folgende Anforderungen an dein Prüfungsmotorrad:
Die A1-Prüfung ist der Einstieg für viele junge Töff-Fahrer. Ab 16 Jahren darfst du 125er mit max. 11 kW fahren, wenn du den Lernfahrausweis hast und den Motorrad-Grundkurs absolvierst. Lies auch meinen Guide zum Weg zum Töff-Führerausweis der Kategorie A.
Für die Kategorie A2, die Motorräder mit einer Leistung von maximal 35 kW (48 PS) umfasst, sind die Anforderungen an das Prüfungsmotorrad etwas strenger:
Die Kategorie A2 ist oft ein Zwischenschritt zum unbeschränkten Führerausweis. Du kannst direkt mit A2 starten oder von A1 aufsteigen. Mehr dazu findest du in meinem Artikel zum Aufstieg A1 auf A.
Die Königsklasse des Motorradfahrens, die Kategorie A (unbeschränkt), hat die höchsten Anforderungen an dein Prüfungsmotorrad:
Für diese Kategorie ist ein leistungsstarkes und schweres Motorrad vorgeschrieben, das die volle Bandbreite der Fahrfähigkeiten abverlangt. Bei der Fahrschule Rafuna stelle ich dir selbstverständlich ein passendes Prüfungsmotorrad zur Verfügung, das alle Kriterien erfüllt und mit dem du dich sicher fühlst.
Die Frage, ob du dein eigenes Motorrad für die Prüfung nutzen kannst oder besser auf das Fahrschulfahrzeug zurückgreifst, ist berechtigt. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, die du abwägen solltest.
Ich empfehle meinen Fahrschülern fast immer, das Fahrschulfahrzeug zu nutzen. Die Vorteile der Vertrautheit und der garantierten Vorschriftenkonformität überwiegen in der Regel. Zudem sind die Prüfungsgebühren und die Miete für das Fahrschulfahrzeug oft im Gesamtpaket der Fahrstunden enthalten oder sehr überschaubar. Ein gebrauchtes Motorrad kaufen ist eine gute Option für nach der Prüfung, aber nicht unbedingt für die Prüfung selbst.
Die praktische Motorradprüfung in der Schweiz ist in mehrere Teile gegliedert. Sie beginnt mit einer Fahrzeugkontrolle und technischen Fragen, gefolgt von den Grundfahraufgaben auf einem abgesperrten Gelände und schliesslich der Fahrt im Verkehr. Die Dauer der Prüfung variiert je nach Kategorie; für A2 und A sind es in der Regel 60 Minuten, für A1 etwa 45 Minuten. Eine Aufstiegsprüfung dauert 40 Minuten.
Die technischen Fragen sind ein wichtiger Teil der Prüfung – sei vorbereitet!
Bevor du überhaupt losfährst, wird der Prüfer dir einige technische Fragen zu deinem Prüfungsmotorrad stellen. Das dient dazu, zu überprüfen, ob du die wichtigsten Funktionen und Sicherheitseinrichtungen deines Fahrzeugs kennst. Typische Fragen sind:
Ich gehe diese Punkte mit dir in den Fahrstunden detailliert durch, damit du sicher bist. Diese Fragen sind keine Falle, sondern dienen deiner Sicherheit.
Nach den technischen Fragen geht es auf den Übungsplatz. Hier musst du zeigen, dass du dein Prüfungsmotorrad auch bei niedrigen Geschwindigkeiten und in speziellen Situationen sicher beherrschst. Die Grundfahraufgaben sind ein Kernstück der Prüfung und werden vom Strassenverkehrsamt vorgegeben. Dazu gehören unter anderem:
Die Grundfahraufgaben Motorrad sind anspruchsvoll, aber mit genügend Übung kein Problem. Ich achte darauf, dass du jede Aufgabe sicher beherrschst, bevor wir zur Prüfung gehen.
Die Grundfahraufgaben müssen präzise und sicher ausgeführt werden.
Der letzte und längste Teil der Prüfung ist die Fahrt im öffentlichen Verkehr. Hier beurteilt der Prüfer dein Fahrverhalten, deine Verkehrssicherheit, dein vorausschauendes Fahren und wie du dich in verschiedenen Verkehrssituationen zurechtfindest. Dazu gehören unter anderem:
In St.Gallen und Umgebung üben wir genau diese Situationen, damit du dich im Prüfungsgebiet sicher bewegen kannst. Es geht nicht nur darum, die Regeln zu kennen, sondern sie auch anzuwenden und ein sicherer, verantwortungsbewusster Motorradfahrer zu werden. Auch auf Passstrassen Motorrad fahren wir, um dich auf alle Situationen vorzubereiten.
Die Vorschriften für Prüfungsmotorräder und die Führerausweiskategorien sind in der Schweiz nicht statisch, sondern haben sich im Laufe der Jahre immer wieder an die Entwicklungen im Motorradbau und an die Sicherheitsbedürfnisse angepasst. Ein kurzer Blick auf die Historie hilft, die aktuellen Regelungen besser zu verstehen.
In früheren Zeiten waren die Kategorien oft weniger differenziert. Es gab primär eine Unterscheidung zwischen leichten Motorrädern und Motorrädern ohne Leistungslimite. Die Fahrzeuge selbst waren technisch einfacher, und die Prüfungsanforderungen konzentrierten sich stark auf die Grundbeherrschung.
Mit der Zunahme leistungsstärkerer Motorräder und dem Wunsch nach mehr Sicherheit wurde in den 2000er Jahren die Kategorie A beschränkt (oft als A35 kW bekannt) eingeführt. Dies erlaubte Neulenkern, mit weniger Leistung zu starten, bevor sie auf unbeschränkte Motorräder umstiegen. Die Anforderungen an das Prüfungsmotorrad wurden entsprechend angepasst, um sicherzustellen, dass die Prüfung auf einem angemessenen Fahrzeug erfolgte.
Eine der grössten Änderungen trat 2017 in Kraft, als die Schweiz ihre Führerausweiskategorien weitgehend an das EU-Recht anpasste. Dies führte zur Einführung der heutigen Kategorien A1 (bis 11 kW), A2 (bis 35 kW) und A (unbeschränkt). Mit dieser Reform wurden auch die detaillierten Anforderungen an Hubraum, Leistung und Leergewicht für die Prüfungsmotorräder festgelegt, wie wir sie heute kennen. Das Konzept des Stufenführerausweises wurde damit noch stärker verankert: Wer zum Beispiel zwei Jahre lang A2 gefahren ist, kann die Prüfung für A unbeschränkt auf einem Motorrad der Kategorie A2 ablegen und muss nicht zwingend ein schweres A-Motorrad mitbringen, um die unbeschränkte Kategorie zu erhalten. Dies ist eine Erleichterung für viele, die den Aufstieg zum grossen Töff machen möchten.
Diese Entwicklung zeigt, dass die Vorschriften stets darauf abzielen, eine sichere und stufenweise Ausbildung zu gewährleisten, die den Fähigkeiten der Lernenden und den technischen Möglichkeiten der Fahrzeuge gerecht wird. Das Strassenverkehrsamt stellt auf seiner Webseite Informationen für den Kanton St.Gallen zur Verfügung, die ich dir gerne auch nochmals erkläre.
| Kategorie | Leistung | Hubraum | Leistungs-/Gewichtsverhältnis | Mindestalter |
|---|---|---|---|---|
| A1 | Max. 11 kW | Max. 125 cm³ | Nicht relevant | 16 Jahre |
| A2 | Max. 35 kW | Min. 400 cm³ | Max. 0,20 kW/kg | 18 Jahre |
| A | Min. 35 kW | Min. 600 cm³ | Min. 0,25 kW/kg | 25 Jahre oder 2 Jahre A2 |
Die praktische Motorradprüfung beginnt in der Regel mit einer Fahrzeugkontrolle und technischen Fragen am Prüfungsmotorrad. Anschliessend folgen die Grundfahraufgaben auf einem abgesperrten Gelände, bei denen du Manövrierfähigkeit und Gleichgewicht zeigen musst, wie Slalom oder Notbremsung. Der letzte und längste Teil ist die Fahrt im öffentlichen Verkehr, bei der dein sicheres und vorausschauendes Fahrverhalten im Strassenverkehr beurteilt wird. Die Dauer variiert je nach Kategorie und Stufe der Prüfung.
Das Prüfungsmotorrad muss spezifische Anforderungen an Hubraum, Leistung und Leergewicht erfüllen, die von der jeweiligen Kategorie abhängen. Für A1 sind es maximal 125 cm³ und 11 kW. Für A2 sind Motorräder bis 35 kW, mindestens 400 cm³ und ein Leistungs-/Gewichtsverhältnis von maximal 0,20 kW/kg vorgeschrieben. Für die unbeschränkte Kategorie A benötigst du ein Motorrad mit mindestens 35 kW Leistung, 600 cm³ Hubraum und einem Leergewicht von mindestens 175 kg. Dein Fahrlehrer stellt dir in der Regel ein passendes Fahrzeug zur Verfügung.
In der Schweiz darfst du 125er Motorräder (Kategorie A1) fahren, wenn du mindestens 16 Jahre alt bist und den entsprechenden Lernfahrausweis besitzt. Ab 16 Jahren sind 125er Motorräder mit maximal 11 kW Leistung erlaubt. Wenn du bereits 15 Jahre alt bist, darfst du Motorräder bis 50 cm³ fahren. Nach dem erfolgreichen Bestehen der praktischen Prüfung erhältst du den Führerausweis der Kategorie A1 und darfst diese Fahrzeuge uneingeschränkt im Verkehr führen.
Der Prüfer stellt dir technische Fragen, um dein Wissen über die Bedienung und Sicherheit deines Prüfungsmotorrads zu testen. Typische Fragen betreffen die Kontrolle des Ölstands, der Bremsflüssigkeit, die Funktion der Beleuchtung (Fern-/Abblendlicht), der Hupe, die Überprüfung der Reifenprofiltiefe und des Luftdrucks sowie die Lage des Sicherungskastens. Es geht darum, dass du die wichtigsten Komponenten deines Fahrzeugs kennst und deren Funktion erklären kannst.
Nein, du musst dein eigenes Motorrad nicht zur Prüfung mitbringen. Die meisten Fahrschüler nutzen das Fahrschulfahrzeug, auf dem sie auch ihre Fahrstunden absolviert haben. Das hat den Vorteil, dass du das Fahrzeug gewohnt bist und es garantiert den gesetzlichen Anforderungen an ein Prüfungsmotorrad für deine Kategorie entspricht. Solltest du dein eigenes Motorrad verwenden wollen, musst du sicherstellen, dass es alle Vorschriften erfüllt und verkehrstauglich ist.
Die Dauer der praktischen Motorradprüfung variiert je nach Führerausweiskategorie. Für die Kategorie A1 (Leichtmotorräder) dauert die Prüfung in der Regel etwa 45 Minuten. Für die Kategorien A2 (mittlere Leistung) und A (unbeschränkte Leistung) beträgt die Prüfungsdauer normalerweise 60 Minuten. Bei einer Aufstiegsprüfung, zum Beispiel von A1 auf A2 oder von A2 auf A, ist die Dauer etwas kürzer und liegt bei etwa 40 Minuten. Diese Zeiten beinhalten die Fahrzeugkontrolle, die Grundfahraufgaben und die Fahrt im Verkehr.
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