Sozius mitnehmen auf dem Motorrad: Darauf musst du achten
Wenn du einen Sozius mitnehmen möchtest, gibt es einiges zu beachten. Vom passenden Motorrad bis zur richtigen Kommunikation …
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Ein gebrauchtes Motorrad kaufen ist für viele Neulenker in der Schweiz der erste Schritt in die Töff-Welt. Gerade in der Anfangsphase, wenn du noch übst und vielleicht das eine oder andere Mal unsicher bist, ist ein Occasion-Töff eine clevere Wahl. Ich zeige dir, worauf du beim Kauf achten musst, damit du sicher und zufrieden auf zwei Rädern unterwegs bist.
Als Neulenker bist du noch am Anfang deiner Töff-Karriere. Du lernst die Maschine kennen, verbesserst deine Fahrtechnik und gewöhnst dich an den Verkehr. Ein neues Motorrad ist eine grosse Investition, und gerade am Anfang kann es passieren, dass dir das Bike mal umfällt oder du dich mit der Handhabung noch nicht ganz sicher fühlst. Ein gebrauchtes Motorrad zu kaufen, schont dein Budget und nimmt dir den Druck, dass jeder Kratzer gleich ins Geld geht. Zudem gibt es einen riesigen Markt an Occasion-Töffs, sodass du für jedes Budget und jede Kategorie das passende Modell findest. Das gibt dir die Freiheit, dich auf das Fahren zu konzentrieren, ohne ständig an den Wertverlust zu denken.
Egal, ob du dein Motorrad gebraucht von Privat oder von einem Händler kaufst – eine gründliche Prüfung ist unerlässlich. Ich habe dir eine Checkliste zusammengestellt, die dir hilft, die wichtigsten Punkte abzuklären.
Ein schriftlicher Kaufvertrag ist Pflicht, egal ob du das gebrauchte Motorrad von Privat oder von einem Händler kaufst. Das schützt dich vor bösen Überraschungen und regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien. Achte darauf, dass folgende Punkte im Vertrag enthalten sind:
Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Hier eine kleine Übersicht, die dir bei der Entscheidung helfen kann:
| Aspekt | Kauf von Privat | Kauf vom Händler |
|---|---|---|
| Preis | Oft günstiger, mehr Verhandlungsspielraum. | In der Regel teurer, da Händler eine Marge haben und Service anbieten. |
| Gewährleistung | Meist ausgeschlossen („gekauft wie gesehen“). | Gesetzliche Gewährleistung (Mängelhaftung) von 12 Monaten in der Schweiz, oft auch zusätzliche Garantiepakete. |
| Zustand | Kann sehr variieren, oft unaufbereitet. | Meist aufbereitet, durchgecheckt und mit frischem Service. |
| Auswahl | Breiter Markt auf Plattformen wie AutoScout24 oder Kleinanzeigen. | Geringere Auswahl, aber meist spezialisierter und selektierter. |
| Sicherheit | Höheres Risiko bei Mängeln, da keine Gewährleistung. | Geringeres Risiko durch Gewährleistung und professionelle Prüfung. |
Als Neulenker empfehle ich dir tendenziell den Kauf bei einem seriösen Händler, auch wenn es etwas teurer ist. Die Gewährleistung und die oft durchgeführte Wartung geben dir mehr Sicherheit, was gerade am Anfang unbezahlbar ist. Wenn du dich für einen Privatkauf entscheidest, sei besonders wachsam und nimm wirklich einen Fachmann mit. Schweizerische Strassenverkehrsämter, wie das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt St.Gallen, können dir bei Fragen zur Zulassung helfen.
Für den Einstieg sind gutmütige, nicht zu leistungsstarke Motorräder ideal. In der Schweiz darfst du mit dem Lernfahrausweis der Kategorie A (beschränkt) Motorräder mit maximal 35 kW (48 PS) fahren. Seit der Gesetzesänderung 2021 ist es wichtig, dass du die passende Kategorie hast. Lies dazu auch meinen Artikel Motorrad Kategorien A, A1 & A35kW: Welcher Töff passt zu dir?.
Empfehlenswerte Modelle für Neulenker, die ein gebrauchtes Motorrad kaufen möchten, sind oft:
Achte unbedingt darauf, dass das Motorrad ABS (Antiblockiersystem) hat. Das ist ein riesiger Sicherheitsvorteil, besonders für unerfahrene Fahrer. Auch eine Traktionskontrolle kann hilfreich sein.
Die Kosten für ein gutes gebrauchtes Motorrad variieren stark je nach Marke, Modell, Alter, Kilometerstand und Zustand. Als grobe Richtlinie kann ich dir folgende Spannen nennen (Stand: 15. Juli 2026):
Bedenke, dass zum Kaufpreis noch weitere Kosten hinzukommen: die Versicherung, die Motorfahrzeugsteuer, Unterhalt, Service und natürlich die passende Ausrüstung. Plane diese Posten unbedingt in dein Budget ein. Eine gute Schutzausrüstung (Helm, Jacke, Hose, Handschuhe, Stiefel) ist Pflicht und sollte nicht unterschätzt werden.
Beim Kauf eines gebrauchten Motorrads solltest du auf den allgemeinen Zustand, die Servicehistorie, den Motor, das Fahrwerk, die Bremsen und die Elektrik achten. Nimm dir viel Zeit für die Besichtigung, prüfe alle Funktionen und mache unbedingt eine Probefahrt. Ein vollständiger Kaufvertrag ist ebenfalls wichtig, um dich rechtlich abzusichern. Am besten nimmst du eine erfahrene Person mit zur Besichtigung.
Die Kosten für ein gutes gebrauchtes Motorrad variieren stark. Einsteigerfreundliche Modelle in gutem Zustand starten oft bei etwa 3’000 bis 5’000 CHF. Für neuere Occasionen oder beliebte Modelle können die Preise schnell auf 7’000 CHF und mehr steigen. Plane zusätzlich Kosten für Versicherung, Steuer, Wartung und eine gute Schutzausrüstung ein. Es gibt aber auch Motorräder gebraucht bis 2’000 CHF für Bastler oder als Winterprojekt.
Was als „viel“ gilt, hängt stark vom Motorradtyp und der Pflege ab. Bei Sportmaschinen können 30’000 bis 50’000 km schon als hoch gelten, während Tourenmaschinen oder Cruiser mit guter Wartung auch 80’000 bis 100’000 km ohne Probleme erreichen können. Wichtiger als der reine Kilometerstand ist der allgemeine Pflegezustand und eine lückenlose Servicehistorie. Ein regelmässiger Service verlängert die Lebensdauer erheblich.
Im Preisbereich bis 2’000 CHF findest du meist ältere Modelle oder Motorräder mit höherem Kilometerstand. Oft sind dies Einzylinder- oder Zweizylinder-Maschinen älterer Baujahre. Beispiele könnten ältere Honda CBF-Modelle, Suzuki Bandit oder Kawasaki ER-5 sein. Für diesen Preisbereich ist es besonders wichtig, den technischen Zustand sehr genau zu prüfen und eventuell anfallende Reparaturen einzukalkulieren. Sie sind oft gut als Anfängermotorrad geeignet, wenn man bereit ist, etwas Zeit in die Pflege zu investieren.
Ein Kauf vom Händler bietet dir in der Schweiz in der Regel eine gesetzliche Gewährleistung von mindestens 12 Monaten und oft eine fachmännische Aufbereitung des Motorrads. Das gibt dir als Neulenker mehr Sicherheit. Beim Kauf von Privat ist der Preis oft niedriger, aber die Gewährleistung ist meist ausgeschlossen („gekauft wie gesehen“). Das bedeutet, du trägst das Risiko für versteckte Mängel. Für Neulenker empfehle ich den Händler, es sei denn, du hast einen erfahrenen Töff-Mechaniker an deiner Seite.
Quellen & weiterführende Informationen: Google Unternehmensprofil