Helm abnehmen Unfall: Was tun bei Motorradunfall? Dein Guide (16.08.2026)
Beim Motorradunfall den Helm abnehmen? Ich erkläre dir als Fahrlehrer, wann du handeln musst und wann nicht. Dein …
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Dein Motorrad Winter einlagern ist mehr als nur abstellen – es ist eine Investition in die nächste Saison. Wenn die Temperaturen sinken und die Strassen in St.Gallen salzig werden, ist es Zeit, deinen Töff für die Winterpause vorzubereiten. Mit ein paar einfachen Schritten sorgst du dafür, dass dein Motorrad im Frühling wieder topfit ist und du direkt durchstarten kannst, ohne böse Überraschungen.
Viele Fahrschüler fragen mich, ob das Motorrad Winter einlagern wirklich so ein Aufwand ist. Meine Antwort ist immer dieselbe: Ja, und es lohnt sich! Ein Motorrad ist ein komplexes Stück Technik, das auf Bewegung ausgelegt ist. Lange Standzeiten, besonders bei Kälte und Feuchtigkeit, können Material und Mechanik stark zusetzen. Ohne die richtige Vorbereitung riskierst du im Frühling teure Reparaturen an Batterie, Reifen, Motor oder Kraftstoffsystem. Eine professionelle Einwinterung schützt dein Investment und spart dir Zeit und Nerven, wenn die Sonne wieder lacht.
Damit dein Töff die Wintermonate unbeschadet übersteht, gehen wir die wichtigsten Punkte gemeinsam durch. Halte dich an diese Liste, dann kann fast nichts schiefgehen.
Bevor du dein Motorrad einlagerst, muss es sauber sein. Salzrückstände, Schmutz und Insektenreste können über den Winter Korrosion verursachen. Reinige dein Motorrad gründlich mit speziellen Motorradreinigern und trockne es danach sorgfältig ab. Achte besonders auf schwer zugängliche Stellen. Anschliessend schützt du alle Metallteile mit Korrosionsschutzspray und Kunststoffteile mit Pflegemitteln. Auch die Kette braucht jetzt eine Extraportion Pflege – lies dazu auch meinen Guide zur Motorrad Kettenpflege. Kontrolliere bei dieser Gelegenheit gleich alle Flüssigkeitsstände, Bremsen und Züge.
Hier scheiden sich die Geister: Tank voll oder leer? Ich empfehle, den Tank bis zum Rand mit Benzin zu füllen und einen Kraftstoffstabilisator hinzuzugeben. Das verhindert Kondenswasserbildung und schützt vor Rost im Tank. Bei älteren Vergasermodellen solltest du den Vergaser entleeren, um Verharzungen zu vermeiden. Bei Einspritzern ist das meist nicht nötig. Mach vor der Einlagerung auch einen Ölwechsel. Altes Öl enthält Verbrennungsrückstände, die über den Winter zu Korrosion im Motor führen können. Wechsle Öl und Filter, damit dein Motor mit frischem Öl in die Pause geht. Falls du planst, dein Motorrad über längere Zeit stillzulegen, ziehe auch in Betracht, die Zündkerzen auszubauen und etwas Öl in die Zylinder zu geben, um Rost vorzubeugen.
Die Batterie ist oft das grösste Sorgenkind. Kälte entlädt sie schneller, und eine Tiefentladung ist der sichere Tod für viele Batterien. Bau die Batterie am besten aus, reinige die Pole und lagere sie an einem trockenen, warmen Ort. Schliesse sie an ein passendes Batterieladegerät mit Ladeerhaltungsfunktion an. Diese Geräte sind intelligent und halten die Batterie optimal in Schuss, ohne sie zu überladen. Wenn du die Batterie am Motorrad lässt, trenne zumindest den Minuspol, um Kriechströme zu unterbinden. Eine regelmässige Kontrolle der Batteriespannung (alle paar Wochen) ist auch dann sinnvoll.
Standplatten sind ein häufiges Problem bei längeren Standzeiten. Um das zu verhindern, bockst du dein Motorrad am besten auf. Ein Hauptständer entlastet den Hinterreifen, für den Vorderreifen gibt es spezielle Montageständer oder du stellst das Motorrad auf eine Holzplatte, die beide Räder entlastet. Wenn du keine Aufbockmöglichkeit hast, erhöhe den Reifendruck um etwa 0,5 bar über den normalen Wert und bewege das Motorrad alle paar Wochen ein Stück, damit die Auflagefläche der Reifen wechselt. Das entlastet die Reifen und beugt Verformungen vor. Lies dazu auch: Prüfungsmotorrad: Dein Guide für die praktische Töff-Prüfung in der Schweiz.
Dein Motorrad sollte in einem trockenen, belüfteten Raum stehen. Eine Garage oder ein Kellerraum sind ideal. Wenn es draussen stehen muss (was ich nicht empfehle), dann nur unter einer atmungsaktiven Schutzplane, die Kondenswasserbildung verhindert. Eine einfache Plastikplane ist dafür ungeeignet. Stopfe den Auspuff mit einem Lappen oder einem speziellen Stopfen zu, um das Eindringen von Feuchtigkeit oder Nagetieren zu verhindern. Auch die Lufteinlässe kannst du schützen. So bleibt dein Töff sauber und frei von unerwünschten Besuchern.
Wo du dein Motorrad überwinterst, hängt von deinen Möglichkeiten und deinem Budget ab. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile.
Eigene Garage/Keller: Das ist die günstigste Variante, wenn du den Platz hast. Du hast jederzeit Zugriff auf dein Motorrad und kannst alle Arbeiten selbst erledigen. Achte aber auf gute Belüftung und vermeide starke Temperaturschwankungen. Ein Entfeuchter kann in feuchten Kellern sinnvoll sein.
Professionelle Wintereinlagerung: Viele Motorradhändler und spezialisierte Dienstleister bieten Winterstellplätze an. Diese Räume sind oft temperiert, trocken und überwacht. Oft sind auch Zusatzleistungen wie Batterieladung, Reinigung oder sogar ein Frühjahrs-Check inklusive. Die Kosten variieren stark, liegen aber meist zwischen 30 und 80 CHF pro Monat. Für viele ist das eine bequeme und sichere Lösung, besonders wenn du selbst keinen geeigneten Platz hast oder keine Zeit für die Vorbereitung findest.
Self-Storage-Box: Eine weitere Option sind Self-Storage-Anbieter. Hier mietest du eine eigene Box, in der du dein Motorrad sicher unterstellen kannst. Die Konditionen sind oft flexibler als bei Händlern, aber du musst dich selbst um die Einwinterung kümmern. Achte darauf, dass die Box trocken und sicher ist. Die Kosten für Motorrad einlagern bei Self-Storage-Anbietern können je nach Grösse der Box variieren.
Hier eine kleine Übersicht zu den Optionen, wenn du dein Motorrad Winter einlagern möchtest (Stand: 5. August 2026):
| Einlagerungsort | Vorteile | Nachteile | Kosten (geschätzt pro Monat in CHF) |
|---|---|---|---|
| Eigene Garage/Keller | Günstig, jederzeit Zugriff, volle Kontrolle | Platzbedarf, selbst um alles kümmern, Feuchtigkeit möglich | 0 – 20 (Strom, Entfeuchter) |
| Professionelle Einlagerung | Temperiert, trocken, sicher, oft inkl. Service | Hohe Kosten, weniger Zugriff, Terminabsprachen nötig | 30 – 80 |
| Self-Storage-Box | Sicher, flexibel, oft trocken | Kosten, selbst um Einwinterung kümmern, kein Service | 20 – 60 |
Egal für welche Variante du dich entscheidest, die Hauptsache ist, dass dein Töff sicher und geschützt über den Winter kommt. Eine gute Motorrad Versicherung schützt dich natürlich auch vor Diebstahl oder Vandalismus, egal wo dein Bike steht.
Ja, das ist möglich, aber nicht ideal. Wenn du keine Garage hast, musst du sicherstellen, dass dein Motorrad gut vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Eine hochwertige, atmungsaktive Motorradplane ist dabei unerlässlich. Sie schützt vor Regen, Schnee und UV-Strahlung, lässt aber gleichzeitig Feuchtigkeit entweichen, um Kondenswasserbildung zu verhindern. Zusätzlich solltest du das Motorrad aufbocken und alle anderen Schritte der Einwinterung sorgfältig durchführen. Ein trockener, windgeschützter Unterstand ist besser als ein komplett ungeschützter Platz im Freien.
Die besten Orte, um dein Motorrad im Winter unterzustellen, sind eine trockene, belüftete und idealerweise temperierte Garage oder ein Kellerraum. Alternativ bieten viele Motorradhändler und spezialisierte Dienstleister professionelle Winterstellplätze an, die oft überdacht und bewacht sind. Auch Self-Storage-Anbieter können eine Option sein, wenn du eine eigene abschliessbare Box mieten möchtest. Wichtig ist, dass der Ort vor extremen Temperaturen, Feuchtigkeit und Diebstahl geschützt ist.
Ich rate dir dringend davon ab, dein Motorrad den ganzen Winter über ungeschützt draussen stehen zu lassen. Die Kombination aus Kälte, Nässe, Streusalz und Temperaturschwankungen kann erhebliche Schäden an Elektronik, Lack, Gummidichtungen und Metallteilen verursachen. Rost, Korrosion und spröde Kunststoffe sind die Folge. Wenn es absolut unvermeidbar ist, musst du eine sehr hochwertige, atmungsaktive Abdeckplane verwenden und alle Einwinterungsschritte noch sorgfältiger als sonst durchführen. Die Lebensdauer deines Töffs wird dadurch aber definitiv beeinträchtigt.
Wenn du dein Motorrad über längere Zeit stilllegen möchtest, etwa für mehrere Monate oder sogar Jahre, sind die Schritte ähnlich wie beim Winter einlagern, aber noch gründlicher. Reinige und konserviere das Motorrad extrem sorgfältig. Fülle den Tank voll und gib einen Kraftstoffstabilisator hinzu, oder entleere ihn komplett. Führe einen Ölwechsel durch. Bau die Batterie aus und schliesse sie an ein Erhaltungsladegerät an. Bock das Motorrad auf, um die Reifen zu entlasten. Zusätzlich solltest du die Zündkerzen entfernen, etwas Öl in die Zylinder sprühen und den Motor von Hand durchdrehen, um die Zylinderwände vor Rost zu schützen. Verschliesse alle Öffnungen (Auspuff, Lufteinlass) und decke das Motorrad mit einer atmungsaktiven Plane ab. Eine gute Fahrzeug-Abmeldung bei der Behörde ist bei sehr langen Standzeiten ebenfalls zu empfehlen.
Die Kosten für das Motorrad Winter einlagern variieren stark. Wenn du alles selbst in deiner eigenen Garage machst, fallen nur Kosten für Pflegemittel (Reiniger, Konservierungsspray, Öl, Kraftstoffstabilisator), eventuell ein Batterieladegerät und einen Montageständer an – einmalig etwa 100 bis 300 CHF. Eine professionelle Wintereinlagerung bei einem Händler oder in einer Self-Storage-Box kostet dich je nach Anbieter und Region zwischen 20 und 80 CHF pro Monat. Für eine ganze Saison von Oktober bis März können das schnell 120 bis 480 CHF werden. Dazu kommen eventuell noch Kosten für einen Frühjahrs-Check vor der Wiederinbetriebnahme. Ein Überblick zur Führerausweis-Regelung vom ASTRA kann dir auch bei Fragen zur Zulassung helfen.
Ich empfehle dir dringend, dein Motorrad für die Winterpause aufzubocken. Das verhindert sogenannte Standplatten, also dauerhafte Verformungen der Reifen, die durch das Gewicht des Motorrads auf der immer gleichen Stelle entstehen. Standplatten können das Fahrverhalten beeinträchtigen und die Lebensdauer der Reifen verkürzen. Durch das Aufbocken werden die Reifen entlastet und bleiben formstabil. Zudem entlastest du auch das Fahrwerk, insbesondere die Federung, was deren Lebensdauer ebenfalls zugutekommt. Ein Montageständer für vorne und hinten oder ein stabiler Hauptständer sind hier die besten Helfer.