Zweimal durchgefallen: So klappt der 3. Prüfungsversuch
Bist du bei der Autoprüfung zweimal durchgefallen? Kein Grund zur Panik. Erfahre, wie der Ablauf in St.Gallen ist …
Kontakt | +41 78 841 51 81 | fahrschule@rafuna.ch
+41 78 841 51 81 | fahrschule@rafuna.ch

Die Bewertung Fahrprüfung ist kein Geheimnis, sondern folgt in der Schweiz einem glasklaren Raster. Wenn du in St.Gallen an deinem grossen Tag ins Prüfungsauto steigst, weiss der Experte des Strassenverkehrsamtes exakt, worauf er achten muss – und ich bereite dich in unseren Fahrstunden genau auf diese Kriterien vor. Viele Fahrschüler haben Angst vor einer willkürlichen Beurteilung, doch die Realität sieht anders aus: Es geht um deine Gesamtsicherheit im Strassenverkehr, nicht um Perfektion bei jedem einzelnen Handgriff.
Die Beurteilung deiner Fahrt basiert auf der Gesamtsicherheit, dem Verkehrsfluss und der Einhaltung der Verkehrsregeln. Der Prüfungsexperte füllt während oder direkt nach der Fahrt ein standardisiertes Protokoll aus. Er sucht nicht mit der Lupe nach winzigen Fehlern, sondern prüft, ob du das Fahrzeug im Alltag selbstständig und sicher im Strassenverkehr bewegen kannst.
Die praktische Führerprüfung dauert in der Regel rund 45 bis 50 Minuten. In dieser Zeit fährst du innerorts, ausserorts und meistens auch ein Stück auf der Autobahn. Der Experte gibt dir rechtzeitig Anweisungen zur Fahrtrichtung. Ab und zu fordert er dich auf, ein Ziel selbstständig nach Wegweisern anzufahren. Dabei beobachtet er, wie du Informationen aufnimmst, verarbeitest und in Fahrhandlungen umsetzt. Es ist ein Irrglaube, dass die Experten absichtlich Fangfragen stellen oder dich in verbotene Strassen lotsen wollen. Sie testen lediglich deine Aufmerksamkeit und deine Entscheidungssicherheit unter realen Bedingungen.
Wenn du dich auf diesen Moment optimal einstellen willst, empfehle ich dir, den Ablauf mental durchzugehen. In meinem Ratgeber zu den perfekten letzten Fahrstunden vor der Prüfung erkläre ich dir, wie wir diese Prüfungssituation im Unterricht simulieren, damit du am Tag X genau weisst, was dich erwartet.
Auf dem Prüfungsbogen des Experten gibt es verschiedene Hauptkategorien, die alle in die Endnote einfliessen. Um die Bewertung Fahrprüfung zu bestehen, musst du in allen Bereichen eine ausreichende Leistung zeigen. Hier sind die vier wichtigsten Säulen der Beurteilung:
1. Fahrzeugbedienung und Dynamik
Hier geht es um das handwerkliche Fahren. Wie gehst du mit Kupplung, Gas und Bremse um? Schaltest du weich und rechtzeitig? (Falls du die Prüfung auf einem Handschalter machst). Auch die Lenkradführung und das Gefühl für die Abmessungen des Autos gehören hierhin. Der Experte achtet darauf, ob das Fahrzeug ruhig auf der Strasse liegt oder ob du hektische Lenkbewegungen machst.
2. Beobachtung und Blicktechnik
Das ist einer der häufigsten Stolpersteine. Die korrekte Blicktechnik (Innenspiegel, Aussenspiegel, toter Winkel) vor dem Abbiegen, Spurwechseln oder Anhalten ist essenziell. Der Experte schaut genau auf deine Kopfbewegungen. Ein starrer Blick nach vorne führt unweigerlich zu Punktabzügen. Du musst zeigen, dass du das Geschehen rund um dein Auto jederzeit im Griff hast.
3. Verhalten bei Verzweigungen und Vortritt
Verstehst du die Vortrittsregeln und wendest du sie korrekt an? Dazu gehört nicht nur das Gewähren des Vortritts, sondern auch das zügige Fahren, wenn du selbst vortrittsberechtigt bist. Wer an einer leeren Kreuzung aus reiner Unsicherheit stehen bleibt und den Verkehr blockiert, zeigt mangelnde Entscheidungskraft. Sicheres Einspuren, rechtzeitiges Blinken und die korrekte Geschwindigkeit vor der Verzweigung sind hier die Schlüssel zum Erfolg.
4. Eco-Drive (Umweltschonendes Fahren)
Die moderne Fahrweise verlangt, dass du vorausschauend fährst, den Schwung nutzt und früh hochschaltest. Unnötiges Beschleunigen und abruptes Bremsen belasten nicht nur die Umwelt, sondern deuten auch auf eine mangelnde Verkehrsübersicht hin. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) legt grossen Wert darauf, dass Neulenker diesen Aspekt beherrschen.
Noch in den 1990er-Jahren stand vor allem die reine Fahrzeugbeherrschung im Zentrum der Ausbildung und der Prüfung. Das millimetergenaue Manövrieren auf engem Raum, das seitliche Einparken und das Wenden in drei Zügen waren die ultimativen Hürden. Heute ist das völlig anders. Die Anforderungen an die Verkehrssicherheit sind durch das gestiegene Verkehrsaufkommen massiv gewachsen.
Das Strassenverkehrsamt hat die Richtlinien über die Jahre stark modernisiert. Heute liegt der Fokus auf der vorausschauenden Fahrweise, der Gefahrenerkennung und der sozialen Kompetenz im Strassenverkehr. Ein modernes Auto mit zahlreichen Assistenzsystemen verlangt einen anderen Fahrstil als ein Fahrzeug vor 30 Jahren. Es reicht heute nicht mehr, das Auto nur mechanisch bedienen zu können. Du musst ein aktiver, mitdenkender Teil des Verkehrssystems sein. Die Bewertung Fahrprüfung spiegelt genau diesen Wandel wider: Wer partnerschaftlich und flüssig fährt, hat die besten Karten.
Ein einmaliges Abwürgen des Motors ist ein leichter Fehler und absolut kein Problem. Ein schwerer Fehler hingegen ist alles, was die Verkehrssicherheit akut gefährdet. Es gibt einen klaren Unterschied zwischen einem Schönheitsfehler und einem Sicherheitsrisiko.
Sammeln sich jedoch viele leichte Fehler an – zum Beispiel wiederholtes Vergessen des Blinkers oder ständige Unsicherheiten bei der Spurgestaltung – kann das in der Summe ebenfalls zu einem negativen Entscheid führen. Der Experte bewertet immer das Gesamtbild. Wenn du wissen willst, woran die meisten scheitern, lies meinen Artikel über die häufigsten Gründe für das Durchfallen bei der Prüfung.
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick, wie unterschiedliche Situationen in der Praxis gewertet werden (Stand: 20. September 2026):
| Fehlerart | Beispiel aus der Praxis | Auswirkung auf die Prüfung |
|---|---|---|
| Leichter Fehler | Motor beim Anfahren einmalig abgewürgt. | Kein Problem, solange du ruhig bleibst und sicher weiterfährst. |
| Leichter Fehler | Beim Parkieren einmal korrigieren müssen. | Völlig in Ordnung, Korrekturzüge sind erlaubt. |
| Summationsfehler | Mehrfach den Kontrollblick (toter Winkel) vergessen. | Kann zum Nichtbestehen führen, da systematische Unsicherheit erkennbar ist. |
| Schwerer Fehler | Missachten eines Stoppsignals (Überrollen der Linie). | Sofortiges Nichtbestehen, da akute Verkehrsgefährdung. |
| Schwerer Fehler | Eingreifen des Experten (Bremsen oder Lenken). | Prüfung in der Regel beendet, Rückfahrt zum Verkehrsamt. |
Der Experte sitzt vorne rechts und gibt dir klare Anweisungen zur Route. Er ist neutral, objektiv und hält sich oft etwas im Hintergrund, um dich nicht abzulenken. Ich als dein Fahrlehrer sitze bei der Prüfung in St.Gallen in der Regel hinten im Auto. Das gibt vielen Fahrschülern eine grosse Portion Sicherheit, weil eine vertraute Person mitfährt.
Allerdings bin ich während dieser 45 Minuten zum Schweigen verurteilt. Ich darf dir nicht helfen, keine Tipps geben und greife natürlich nicht ein. Meine Arbeit ist getan, wenn wir auf dem Parkplatz des Strassenverkehrsamtes ankommen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie die Aufgabenteilung genau aussieht, schau dir meinen Beitrag über die Rolle des Prüfungsexperten an. Dort erkläre ich dir, wie die Experten in St.Gallen ticken und warum sie eigentlich auf deiner Seite sind.
Vorausschauendes Fahren ist der absolute Schlüssel zum Erfolg, damit die Bewertung Fahrprüfung positiv ausfällt. Zeige dem Experten von der ersten Minute an, dass du die Situationen frühzeitig erkennst. Reduziere die Geschwindigkeit vor unübersichtlichen Stellen, wie etwa Fussgängerstreifen oder verdeckten Rechtsvortritten, rechtzeitig und deutlich sichtbar. Nutze die korrekte Blicktechnik konsequent.
Wenn du nervös bist, atme tief durch. Ein gewisses Mass an Nervosität ist normal und wird vom Experten auch einkalkuliert. Wichtig ist, dass du dich nicht von deinen Emotionen überrollen lässt. Schau dir meine detaillierten Tipps an, wie du souverän den Prüfungstag und deine Nerven meisterst. Zudem lohnt sich immer ein Blick auf die offiziellen Informationen des Strassenverkehrsamtes St.Gallen, um dich mit den formalen Abläufen vor Ort vertraut zu machen.
In der Regel bleibt das Radio während der Prüfung ausgeschaltet. Der Grund ist simpel: Du sollst dich voll und ganz auf den Verkehr, die Anweisungen des Experten und die Motorengeräusche konzentrieren können. Musik lenkt in dieser ohnehin stressigen Situation nur ab.
Dich zu verfahren ist kein Durchfallgrund. Wenn der Experte sagt «nächste Strasse rechts» und du fährst geradeaus, bleib ruhig. Teile ihm mit, dass du die Abzweigung verpasst hast. Er wird dir einfach eine neue Route vorgeben. Wichtig ist nur, dass du beim Weiterfahren keine Verkehrsregeln verletzt (z.B. abruptes Wenden über eine Sicherheitslinie).
Ja, theoretisch ist eine formelle Einsprache beim Strassenverkehrsamt möglich. In der Praxis hat dies jedoch fast nie Erfolg, da es sich um einen Tatsachenentscheid des Experten handelt, der schwer anfechtbar ist. Das Wiederholen der Prüfung ist meist der schnellere, günstigere und nervenschonendere Weg zum Führerausweis.
Du kannst die praktische Prüfung grundsätzlich mehrmals wiederholen. Nach dem dritten nicht bestandenen Versuch ordnet das Strassenverkehrsamt jedoch einen Eignungstest an. Ein Verkehrspsychologe prüft dann, ob du gesundheitlich und charakterlich für das Führen eines Motorfahrzeugs geeignet bist. Erst nach einem positiven Gutachten wird ein vierter Versuch bewilligt.
Nein, absolut nicht. Du bist dort, um deine Fahrkompetenz zu beweisen, nicht um Smalltalk zu führen. Manche Experten plaudern gerne ein wenig, um die Stimmung aufzulockern, andere schweigen lieber. Antworte höflich, aber konzentriere dich zu 100 Prozent auf die Strasse. Der Fokus liegt immer auf der sicheren Fahrt.