Panne Autobahn: Was tun? Dein Guide für sicheres Handeln
Eine Panne Autobahn ist extrem stressig, aber mit dem richtigen Wissen bleibst du sicher. Warnblinker, Pannenstreifen, Warndreieck: So …
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Deine Geschwindigkeit anpassen musst du im Strassenverkehr ständig – besonders, wenn das Wetter umschlägt. Viele, die bei mir in St.Gallen in die Fahrschule einsteigen, denken, das Schild am Strassenrand sei das absolute Mass der Dinge. Doch das Tempolimit gilt nur bei optimalen Bedingungen. Sobald Regen, Schnee oder Nebel ins Spiel kommen, ist dein Gefühl für die Situation gefragt, um sicher ans Ziel zu kommen.
Das gesetzliche Tempolimit geht von trockener Fahrbahn, guter Sicht und einem voll funktionstüchtigen Auto aus. Sobald die Strasse nass ist, sinkt die Haftung deiner Reifen drastisch. Wenn du stur 80 km/h ausserorts fährst, obwohl es in Strömen regnet, riskierst du nicht nur einen Unfall, sondern fällst auch an der Prüfung sofort durch.
In meinen Fahrstunden erkläre ich immer wieder, dass du als Lenker die volle Verantwortung trägst. Gemäss dem Schweizer Strassenverkehrsgesetz (SVG) musst du jederzeit in der Lage sein, auf der überblickbaren Strecke anzuhalten. Wenn du das nicht kannst, bist du schlichtweg zu schnell unterwegs. Wer vorausschauend fahren lernt, erkennt solche Gefahren frühzeitig und geht automatisch vom Gas, bevor es brenzlig wird. Offizielle Richtlinien dazu findest du auch beim Bundesamt für Strassen (ASTRA).
Bei starkem Regen sammelt sich Wasser auf der Strasse, das die Reifenprofile nicht mehr schnell genug verdrängen können. Ab etwa 80 km/h schwimmt das Auto auf – das berüchtigte Aquaplaning beginnt. Du verlierst komplett die Kontrolle über Lenkung und Bremsen.
Wenn du merkst, dass die Lenkung plötzlich extrem leichtgängig wird oder du das Wasser in den Radkästen laut rauschen hörst: Fuss sofort vom Gas! Nicht abrupt bremsen und keine hektischen Lenkbewegungen machen. Lass das Auto ausrollen, bis die Reifen wieder Kontakt zur Strasse haben. Ein guter Tipp für die Praxis: Nutze die Spurrillen des Vordermanns, dort ist oft etwas weniger Wasser. Mehr Tipps dazu findest du in meinem Guide über defensives Fahren.
Auf Schnee und Eis verlängert sich dein Bremsweg um das Drei- bis Vierfache im Vergleich zu einer trockenen Strasse. Hier heisst es: Tempo drastisch reduzieren, extrem sanft lenken und abrupte Manöver komplett vermeiden.
St.Gallen ist bekannt für seine schneereichen Winter. Wenn wir im Winter Fahrstunden haben, üben wir das gefühlvolle Anfahren und Bremsen intensiv. Winterreifen sind natürlich absolute Pflicht. Achte darauf, dass du vor Kurven rechtzeitig abbremst, solange du noch geradeaus fährst. In der Kurve selbst solltest du weder stark bremsen noch stark beschleunigen. Wenn du dich für das Thema interessierst, schau dir an, wie du typische Fehler an der praktischen Autoprüfung vermeidest – unangepasstes Tempo ist nämlich einer der häufigsten Durchfallgründe im Winter.
Bei Nebel gilt eine einfache, aber lebensrettende Faustregel: Sichtweite in Metern entspricht deiner maximalen Geschwindigkeit in km/h. Siehst du den nächsten Leitpfosten (Abstand 50 Meter) gerade noch so, darfst du höchstens 50 km/h fahren.
Viele unterschätzen, wie schnell sie bei schlechter Sicht im Blindflug unterwegs sind. Schalte bei starkem Nebel unbedingt das Abblendlicht und die Nebelscheinwerfer ein – das Tagfahrlicht reicht nicht aus, da die Rückleuchten oft dunkel bleiben. Verzichte auf das Fernlicht, denn das reflektiert im Nebel und blendet dich selbst wie eine weisse Wand. Das richtige Einschätzen der Situation hilft dir massiv dabei, den Verkehrsfluss lesen zu lernen. Für detaillierte Informationen zu Anhaltewegen bei verschiedenen Sichtverhältnissen bietet der Touring Club Schweiz (TCS) sehr gute Tabellen an.
Eine tiefstehende Sonne am Morgen oder Abend kann dich komplett blind machen. Wenn du nichts mehr siehst, musst du sofort die Geschwindigkeit anpassen und die Sonnenblende herunterklappen.
Besonders gefährlich ist die Kombination aus tiefer Sonne und nasser oder schmutziger Frontscheibe. Der Schmutz streut das Licht, und du fährst im totalen Blindflug. Halte deine Scheibenwischer intakt und sorge immer für genug Wischwasser. Wenn du nichts mehr siehst, gilt auch hier das Gesetz: Du musst auf der überblickbaren Strecke anhalten können. Im Zweifelsfall heisst das: Tempo runter auf 30 oder 40 km/h, auch ausserorts, bis du wieder freie Sicht hast.
Das bedeutet, dass du dein Tempo an die Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse anpasst. Du musst jederzeit innerhalb der überblickbaren Strecke anhalten können. Bei schlechtem Wetter heisst das immer: langsamer fahren als das Schild am Strassenrand erlaubt.
Ja. Wenn du bei starkem Regen oder schlechter Sicht stur das Tempolimit ausreizt, wertet der Experte das als mangelnde Gefahrenerkennung. Deine Geschwindigkeit anpassen ist ein absolutes Muss, um die praktische Prüfung in St.Gallen zu bestehen.
Fuss sofort vom Gaspedal nehmen, Kupplung treten (beim Handschalter) und das Lenkrad gerade und ruhig halten. Auf keinen Fall stark bremsen oder hektisch lenken. Warten, bis die Reifen wieder greifen.
Ja, aber nur mit grosser Vorsicht. Die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ist bei Schnee völlig illusorisch. Passe dein Tempo den Verhältnissen an, halte extrem viel Abstand und bleibe auf der geräumten Spur.