Panne Autobahn: Was tun? Dein Guide für sicheres Handeln
Eine Panne Autobahn ist extrem stressig, aber mit dem richtigen Wissen bleibst du sicher. Warnblinker, Pannenstreifen, Warndreieck: So …
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Seitwärts einparken ist für die meisten meiner Fahrschüler in St.Gallen anfangs die grösste Hürde auf dem Weg zum Führerausweis. Dabei ist das Manöver reine Geometrie und mit den richtigen Orientierungspunkten absolut berechenbar. Wenn du weisst, wann du das Lenkrad einschlagen musst und wie du das Auto langsam rollen lässt, verliert diese Aufgabe an der praktischen Prüfung sofort ihren Schrecken.
Fahre parallel neben das vordere Auto, halte etwa einen halben Meter Seitenabstand und lenke im richtigen Moment ein. Die genaue Reihenfolge aus Blinken, Rundumblick und Lenken entscheidet über den Erfolg. Wichtig ist, dass du die Ruhe bewahrst und das Auto extrem langsam rollen lässt.
Bevor du überhaupt den Rückwärtsgang einlegst, musst du den nachfolgenden Verkehr warnen. Setze den Blinker frühzeitig. Sobald du auf gleicher Höhe mit dem parkierten Fahrzeug stehst, beginnt die eigentliche Arbeit. Ein guter Startpunkt ist, wenn deine Hinterachse auf Höhe der Stossstange des anderen Autos ist. Ab hier schlägst du das Lenkrad zügig ein. Das Geheimnis liegt in der Kombination aus schnellem Lenken und sehr langsamem Fahren. Wenn du die Fahrzeugbedienung und die Kontrolle über die Pedale beherrschst, kannst du die Geschwindigkeit mit der Kupplung oder der Bremse beim Automatikauto präzise steuern. Denke immer daran: Die Strasse gehört nicht dir allein. Beobachte den Verkehr um dich herum ununterbrochen.
Orientierungspunkte sind deine besten Freunde, wenn du das Auto rückwärts in die Lücke zirkelst. Sie nehmen dir das Rätselraten ab und machen das Manöver wiederholbar. Jeder Fahrlehrer hat seine eigenen kleinen Tricks, aber die Grundprinzipien bleiben gleich.
Der erste wichtige Punkt ist das hintere rechte Fenster. Wenn du dort das Ende des parkierten Autos siehst, ist es Zeit für den ersten Lenkeinschlag. Du lenkst komplett nach rechts (wenn du rechts parkierst) und fährst rückwärts, bis dein Auto in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Strasse steht. Oft hilft hier der Blick in den linken Aussenspiegel: Siehst du dort den kompletten vorderen Bereich des Autos hinter dir, ist der Winkel perfekt. Jetzt stellst du die Räder gerade und fährst ein Stück geradeaus rückwärts in die Lücke hinein. Sobald deine vordere Stossstange die hintere Stossstange des vorderen Autos passiert hat, lenkst du zügig in die andere Richtung (nach links) gegen. Wenn du das seitwärts einparken übst, wirst du schnell merken, dass diese Punkte bei fast jedem normalen Personenwagen funktionieren.
Der grösste Fehler ist nicht das falsche Einlenken, sondern die mangelnde Verkehrsbeobachtung. Viele konzentrieren sich so sehr auf die Stossstangen der anderen Autos, dass sie den Velofahrer auf dem Trottoir oder das Auto im toten Winkel übersehen. Ein einziger fehlender Schulterblick kann an der Prüfung das Aus bedeuten.
Ein weiterer Klassiker ist ein zu geringer Seitenabstand beim Starten des Manövers. Stehst du zu nah am vorderen Auto, riskierst du eine Kollision beim Einschlagen. Stehst du zu weit weg, kommst du nicht tief genug in die Lücke. Halte etwa einen halben bis einen Meter Abstand. Auch das Tempo ist eine häufige Fehlerquelle. Wer zu schnell rückwärtsfährt, verpasst die Orientierungspunkte und landet auf dem Randstein. Solche Situationen gehören zu den klassischen Fehlern an der praktischen Autoprüfung, die sich durch vorausschauendes Handeln leicht vermeiden lassen. Das vorausschauende Fahren hilft dir auch hier, die Situation richtig einzuschätzen.
Ja, Korrekturzüge sind ausdrücklich erlaubt und zeigen dem Experten, dass du die Situation im Griff hast. Niemand erwartet, dass du das Auto in einem einzigen, perfekten Zug in die Lücke zirkelst. Wichtig ist nur, wie du korrigierst.
Wenn du merkst, dass du zu nah an den Randstein kommst oder der Winkel nicht stimmt, halte an. Lege den Vorwärtsgang ein, lenke leicht nach rechts, fahre ein Stück vor und ziehe das Auto so gerade. Danach setzt du wieder zurück. Dieser Vorgang zeigt Reife und Fahrzeugbeherrschung. Ein Experte sieht lieber einen sicheren Korrekturzug mit gutem Rundumblick als einen erzwungenen Versuch, der fast in einem Blechschaden endet. Wenn du diese Gelassenheit mitbringst, wirst du auch den Prüfungstag souverän meistern. Beachte dabei immer die offiziellen Vorgaben zum Führerausweis auf ch.ch sowie die allgemeinen Empfehlungen des TCS zur Verkehrssicherheit (Stand September 2026).
Ja, unbedingt. Der Blinker warnt den nachfolgenden Verkehr, dass du anhalten und rückwärtsfahren möchtest. Setze ihn bereits, wenn du dich der Lücke näherst und neben das vordere Auto fährst. Er bleibt an, bis du sicher in der Lücke stehst.
Ein leichtes Touchieren des Randsteins im Schritttempo ist meist kein Durchfallgrund, solange du sofort reagierst und korrigierst. Ein hartes Auffahren oder gar das Überfahren des Randsteins wird vom Experten jedoch als mangelnde Fahrzeugbeherrschung gewertet und führt oft zum Nichtbestehen.
Für Fahranfänger sollte die Lücke etwa die Länge des eigenen Autos plus rund zwei Meter betragen. An der praktischen Prüfung in St.Gallen suchen die Experten in der Regel faire Lücken aus, in die du ohne millimetergenaue Massarbeit hineinpasst.
Die Lenkpunkte und die Geometrie sind exakt gleich. Der einzige Unterschied liegt in der Tempokontrolle. Beim Handschalter arbeitest du mit dem Schleifpunkt der Kupplung, beim Automatikauto regulierst du das Schritttempo sanft über die Fussbremse. Beides erfordert etwas Gefühl.
Blinken, Spiegelblick und der obligatorische Schulterblick sind Pflicht. Fahre langsam aus der Lücke und achte besonders auf den Verkehr von hinten sowie auf Velofahrer. Lenke erst dann stark ein, wenn deine vordere Stossstange sicher am vorderen Auto vorbeikommt.