Defensives Fahren: Dein Guide für mehr Sicherheit im Verkehr
Defensives Fahren ist im Strassenverkehr entscheidend für deine Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmender. Ich zeige dir, wie du …
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Die Rettungsgasse bilden ist in der Schweiz eine absolute Pflicht und rettet im Notfall Leben. Wenn auf der Autobahn oder einer mehrspurigen Strasse ein Unfall passiert ist, zählt jede Sekunde für die Einsatzkräfte. Ich zeige dir, wie du dich richtig verhältst, damit Polizei, Ambulanz und Feuerwehr schnell zum Unfallort gelangen.
Die Rettungsgasse ist ein freigehaltener Fahrstreifen zwischen den Spuren, den du bei Stau oder stockendem Verkehr bildest, damit Einsatzfahrzeuge wie Ambulanzen, die Polizei oder die Feuerwehr schnell zum Unfallort gelangen können. Diese Massnahme ist in der Schweiz im Strassenverkehrsgesetz (SVG) verankert und seit dem 1. Januar 2021 klar geregelt. Sie ist entscheidend, denn bei schweren Unfällen entscheiden oft Minuten über Leben und Tod.
Du musst eine Rettungsgasse bilden, sobald der Verkehr auf Autobahnen oder Autostrassen stockt oder zum Stehen kommt. Das gilt auch auf mehrspurigen Strassen ausserorts. Wichtig ist, dass du nicht erst wartest, bis du Blaulicht oder Sirenen hörst. Sobald sich der Verkehr verlangsamt und sich ein Stau abzeichnet, solltest du dich bereits richtig positionieren. So bist du vorbereitet und hilfst, unnötige Verzögerungen zu vermeiden.
Die Position, die du einnimmst, hängt von der Anzahl der Fahrspuren ab. Die Grundidee ist immer, dass die Rettungsgasse zwischen der ganz linken Spur und der danebenliegenden Spur entsteht. Hier eine einfache Anleitung:
Auf zweispurigen Strassen:
Auf dreispurigen Strassen:
Denk daran, dass du dafür auch den Pannenstreifen nutzen darfst, wenn nötig. Achte aber immer darauf, dass du keine Fussgänger oder andere Hindernisse gefährdest. Wenn du mehr über das richtige Verhalten bei Einsatzfahrzeugen lernen möchtest, lies auch meinen Artikel zum Thema Einsatzfahrzeuge Verhalten: So reagierst du in St.Gallen richtig.
Auch wenn die Regeln klar sind, sehe ich in meinen Fahrstunden immer wieder, wie Unsicherheiten entstehen. Hier sind die häufigsten Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest:
Es geht nicht nur darum, die Regeln auswendig zu kennen, sondern sie auch intuitiv umzusetzen. Bei mir in der Fahrschule Rafuna in St.Gallen üben wir solche Situationen, damit du im Ernstfall sicher reagierst.
Wer die Rettungsgasse nicht bildet oder sie missbräuchlich benutzt, muss mit empfindlichen Bussen und möglichen weiteren Konsequenzen rechnen. Das Strassenverkehrsamt in St.Gallen und die Kantonspolizei ahnden Verstösse konsequent. Die Höhe der Busse kann je nach Schwere des Vergehens variieren, aber schon die Nichtbildung der Rettungsgasse kann zu einer Busse von mehreren hundert Franken führen. Hinzu kommen administrative Massnahmen wie Verwarnungen oder sogar ein Führerausweisentzug, besonders wenn dadurch Einsatzfahrzeuge behindert wurden und eine Gefährdung vorlag. Das ASTRA (Bundesamt für Strassen) hat die Regeln dafür klar kommuniziert, wie du auf astra.admin.ch nachlesen kannst. Dein sicheres Verhalten ist hier nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch der gesetzlichen Pflicht.
Die Pflicht zum Bilden einer Rettungsgasse gilt primär auf Autobahnen, Autostrassen und mehrspurigen Strassen ausserorts. Im Stadtverkehr ist es aufgrund der vielen Kreuzungen und engeren Verhältnisse oft nicht praktikabel oder notwendig. Hier solltest du stattdessen versuchen, Einsatzfahrzeugen durch Spurwechsel oder Ausweichen den Weg freizumachen, wenn sie sich nähern.
Du darfst die Rettungsgasse erst dann auflösen, wenn der Stau sich wieder in Bewegung setzt und der Verkehr wieder normal fliesst. Fahre nicht zu früh wieder auf deine ursprüngliche Position zurück, da jederzeit weitere Einsatzfahrzeuge folgen könnten. Behalte den Verkehr im Blick und gliedere dich vorsichtig und ohne andere zu behindern wieder ein.
Ja, um die Rettungsgasse zu bilden, darfst du den Pannenstreifen benutzen. Das ist eine Ausnahme von der Regel, dass der Pannenstreifen nur im Notfall (Panne, Unfall) befahren werden darf. Es ist wichtig, dass du den Pannenstreifen nur so weit befährst, wie es für die Bildung der Rettungsgasse nötig ist, und dabei stets auf mögliche Hindernisse oder Personen achtest.
Wenn du zu langsam bist und dadurch Einsatzfahrzeuge behinderst, kannst du mit einer Busse belegt werden. Im schlimmsten Fall, wenn dadurch eine schwere Behinderung oder gar Gefährdung entsteht, können auch administrative Massnahmen wie ein Führerausweisentzug drohen. Es ist wichtig, vorausschauend zu fahren und frühzeitig zu reagieren, um solche Situationen zu vermeiden.
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