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Eigenes Auto zur Prüfung: Geht das in St.Gallen?

Eigenes Auto zur Prüfung: Geht das in St.Gallen?

Die Frage, ob du die praktische Fahrprüfung mit dem eigenen Auto ablegen darfst, taucht immer wieder auf. Kurz gesagt: Ja, das ist in der Schweiz grundsätzlich möglich. Doch es gibt klare Regeln und wichtige Voraussetzungen, die dein Fahrzeug und du erfüllen müsst, damit die Prüfung reibungslos verläuft. Ich erkläre dir, worauf du achten musst, damit dieser besondere Prüfungstag nicht zum Reinfall wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die praktische Fahrprüfung mit dem eigenen Auto ist in der Schweiz erlaubt, wenn das Fahrzeug alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
  • Wichtig sind ein zweiter Innenspiegel für den Experten und eine funktionstüchtige Handbremse, die vom Beifahrersitz aus bedient werden kann.
  • Ich empfehle Fahrstunden mit einem Fahrlehrer, da er dich optimal auf die Prüfung und die Fahrzeugkontrolle vorbereitet.

Darf ich die praktische Fahrprüfung mit meinem privaten Auto ablegen?

Ja, du darfst in der Schweiz die praktische Fahrprüfung mit deinem eigenen, privaten Fahrzeug ablegen. Das ist in den eidgenössischen Bestimmungen so vorgesehen. Viele Fahrschüler entscheiden sich dafür, die Prüfung mit dem Fahrschulauto zu machen, weil es bereits für die Prüfung ausgerüstet ist und sie daran gewöhnt sind. Aber wenn du dein eigenes Auto gut kennst und es den Anforderungen entspricht, steht dem nichts im Wege. Es ist wichtig, dass du dich im Fahrzeug absolut sicher fühlst – das ist die halbe Miete.

Welche Voraussetzungen muss mein eigenes Auto für die Prüfung erfüllen?

Damit dein privates Auto für die praktische Fahrprüfung zugelassen wird, muss es einige zwingende Voraussetzungen erfüllen. Diese sind nicht verhandelbar und der Verkehrsexperte wird sie vor Prüfungsbeginn genau kontrollieren. Mach dir am besten eine Checkliste:

  • Kontrollschilder: Dein Auto muss mit den korrekten Kontrollschildern versehen sein.
  • Zweiter Innenspiegel: Für den Verkehrsexperten ist ein zusätzlicher Innenspiegel Pflicht. Diesen kannst du einfach an den vorhandenen Spiegel klemmen. Er muss dem Experten eine gute Sicht nach hinten ermöglichen.
  • Handbremse: Die Handbremse muss vom Beifahrersitz aus gut erreichbar und bedienbar sein. Sie dient dem Experten als Notbremse in Gefahrensituationen. Bei elektronischen Handbremsen muss gewährleistet sein, dass der Experte diese schnell und sicher betätigen kann.
  • «L»-Schild: Das blaue «L» auf weissem Grund muss korrekt am Heck deines Autos angebracht sein.
  • Betriebssicherer Zustand: Dein Auto muss in einem einwandfreien, verkehrssicheren und sauberen Zustand sein. Das heisst, alle Lichter, Blinker, Bremsen, Reifen und die Lenkung müssen funktionieren und den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Warnleuchten im Armaturenbrett sind ein absolutes No-Go.
  • Gültige MFK: Das Auto muss eine gültige Motorfahrzeugkontrolle (MFK) haben, falls dies aufgrund des Alters oder der Kilometerleistung nötig ist.
  • Gültiger Fahrzeugausweis: Der Fahrzeugausweis muss vorliegen und gültig sein.
Tipp aus der Praxis: Viele Fahrschüler vergessen den zweiten Innenspiegel oder unterschätzen die Wichtigkeit einer gut erreichbaren Handbremse. Eine Woche vor der Prüfung solltest du diese Punkte genau kontrollieren. Ich habe schon erlebt, dass Prüfungen wegen Kleinigkeiten wie einem fehlenden Spiegel oder einer defekten Beleuchtung abgebrochen werden mussten. Das ist ärgerlich und vermeidbar.

Was ist, wenn mein Auto bei der Fahrprüfung Mängel hat?

Hat dein Auto Mängel, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen oder die gesetzlichen Vorschriften nicht erfüllen, wird die Fahrprüfung nicht durchgeführt. Das ist eine klare Sache. Der Verkehrsexperte wird die Prüfung noch vor dem Start abbrechen und du musst einen neuen Termin vereinbaren. Das kostet nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch eine erneute Prüfungsgebühr. Deshalb ist es so wichtig, die oben genannten Punkte sorgfältig zu prüfen.

Sollten während der Fahrt Mängel auftreten, die die Sicherheit gefährden – zum Beispiel ein plötzlicher Ausfall der Bremsen oder eine durchgebrannte Lampe, die für die Sicherheit relevant ist – kann der Experte die Prüfung sofort beenden. Dein Auto muss jederzeit vollumfänglich betriebssicher sein. Ich rate dir, im Zweifelsfall vor der Prüfung einen kurzen Check in einer Werkstatt zu machen.

Warum eine Fahrstunde vor der Prüfung auch mit eigenem Auto sinnvoll ist

Auch wenn du die Prüfung mit deinem eigenen Auto ablegen möchtest, empfehle ich dir dringend, eine oder zwei Fahrstunden bei einem Fahrlehrer zu nehmen. Warum? Ganz einfach:

  1. Vorbereitung auf die Fahrzeugkontrolle: Vor jeder praktischen Prüfung erfolgt die sogenannte „Fahrzeugkontrolle“. Hier musst du dem Experten zeigen, dass du dein Auto kennst und die wichtigsten Elemente (Lichter, Scheibenwischer, Flüssigkeitsstände, Reifenprofile, etc.) erklären und bedienen kannst. Viele unterschätzen diesen Teil. Ich kann dir genau zeigen, welche Fragen kommen und wie du sie souverän beantwortest.
  2. Prüfungsrelevante Tipps: Ein erfahrener Fahrlehrer kennt die Prüfungsstrecken in St.Gallen und die typischen Fallen, auf die die Experten achten. Er kann dir spezifische Tipps für dein eigenes Auto geben und dir helfen, deine Fahrweise zu optimieren.
  3. Zusätzliche Sicherheit: Mit einem Fahrlehrer an deiner Seite hast du eine zusätzliche Absicherung. Er kann eingreifen, wenn nötig, und dir wertvolles Feedback geben, das du von privaten Begleitpersonen oft nicht bekommst.
  4. Stressreduktion: Die Prüfungsatmosphäre ist für viele stressig. Wenn du weisst, dass dein Auto geprüft ist und du mental optimal vorbereitet bist, gehst du entspannter in die Prüfung.

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, egal mit welchem Auto du zur Prüfung antrittst. Lies auch meinen Artikel zum Dauer Führerausweis: So schnell erreichst du dein Ziel in St.Gallen für eine umfassende Planung.

Häufige Fragen zum eigenen Auto bei der Prüfung

Kann man sich selber für die Autoprüfung anmelden?

Ja, du kannst dich in der Schweiz selbst für die praktische Autoprüfung anmelden, sobald du alle Voraussetzungen erfüllt hast, insbesondere den Nothelferkurs und den Verkehrskundeunterricht (VKU). Die Anmeldung erfolgt in der Regel online über das Portal deines kantonalen Strassenverkehrsamtes, zum Beispiel in St.Gallen über die Website des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes. Du benötigst dafür deinen gültigen Lernfahrausweis. Ich empfehle dir aber, dich erst anzumelden, wenn du dich wirklich prüfungsreif fühlst und idealerweise eine letzte Einschätzung von einem Fahrlehrer erhalten hast.

Was kostet eine PKW Prüfung in der Schweiz?

Die Kosten für die praktische PKW-Prüfung in der Schweiz variieren je nach Kanton leicht, liegen aber in der Regel zwischen CHF 120.– und CHF 150.–. Dazu kommen eventuelle Gebühren für die Ausstellung des Lernfahrausweises und natürlich die Kosten für den Nothelferkurs (ca. CHF 100.–) und den Verkehrskundeunterricht (ca. CHF 230.–). Wenn du die Prüfung mit einem Fahrschulauto machst, kommen noch die Kosten für die Benützung des Fahrzeugs und die Begleitung durch den Fahrlehrer hinzu. Die genauen Gebühren findest du auf der Website deines Strassenverkehrsamtes, zum Beispiel hier für St.Gallen.

Auf welche Fehler achten Fahrprüfer besonders?

Verkehrsexperten achten auf eine Vielzahl von Fehlern, aber einige Klassiker sind immer wieder dabei. Dazu gehören ungenügender Schulterblick (gerade beim Spurwechsel oder Abbiegen), zu geringer Abstand zum Vordermann, unsicheres Anfahren am Hang, mangelnde Beachtung von Vortrittsregeln an Kreuzungen oder im Kreisel, und ein zu zögerliches oder umgekehrt zu aggressives Fahrverhalten. Auch das Parkieren und Rückwärtsfahren wird genau beobachtet. Ich trainiere diese Punkte intensiv in meinen Fahrstunden, damit du sie im Schlaf beherrschst. Lies dazu auch meinen Artikel zum Schulterblick üben: So machst du ihn zur Gewohnheit in St.Gallen.

Wie bestehe ich meine Fahrprüfung mit dem eigenen Auto?

Um deine Fahrprüfung mit dem eigenen Auto zu bestehen, ist eine umfassende Vorbereitung entscheidend. Übe intensiv alle Manöver und Verkehrssituationen, die in der Prüfung vorkommen können, und achte auf die speziellen Anforderungen deines eigenen Fahrzeugs. Das heisst: Übe die Fahrzeugkontrolle, achte auf den zweiten Innenspiegel und die Handbremse. Nimm ein paar Fahrstunden bei einem Fahrlehrer, um letzte Unsicherheiten auszuräumen und dich auf die Prüfungssituation vorzubereiten. Sei am Prüfungstag ausgeruht, pünktlich und selbstbewusst. Zeige dem Experten, dass du das Fahrzeug sicher und vorausschauend beherrschst.

Muss ich bei der Prüfung mit meinem eigenen Auto einen Fahrlehrer dabei haben?

Nein, du musst bei der praktischen Fahrprüfung in der Schweiz nicht zwingend einen Fahrlehrer dabei haben, wenn du mit deinem eigenen Auto antrittst. Es ist auch erlaubt, dass dich eine private Begleitperson begleitet, die die Anforderungen des Lernfahrausweises erfüllt (mindestens 23 Jahre alt und seit mindestens drei Jahren den Führerausweis der entsprechenden Kategorie besitzt). Allerdings empfehle ich, wie oben beschrieben, die Begleitung durch einen Fahrlehrer. Er kann dich während der Fahrt nicht coachen, aber seine blosse Anwesenheit und sein Fachwissen vor und nach der Prüfung sind Gold wert.

Quellen & weiterführende Informationen: Google Unternehmensprofil

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