Führerprüfung bestehen: Dein Guide für St.Gallen
Die Führerprüfung bestehen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Vorbereitung. Ich zeige dir, wie du dich optimal …
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Ein Ausweisentzug für Neulenker ist in der Schweiz eine ernste Angelegenheit und kann weitreichende Konsequenzen haben. Gerade in den ersten drei Jahren nach der bestandenen praktischen Fahrprüfung bist du als Neulenker auf Probe unterwegs. In dieser Zeit gelten besondere Regeln, deren Missachtung schnell zum Verlust des Führerausweises führen kann.
Der Führerausweis auf Probe ist dein erster Schritt in die mobile Freiheit, aber er kommt mit Verantwortung. Als Neulenker giltst du in der Schweiz während drei Jahren als Fahranfänger. In dieser Zeit sollst du dich im Strassenverkehr bewähren und zeigen, dass du ein verantwortungsbewusster Fahrer bist. Wenn du in dieser Probezeit gegen die Verkehrsregeln verstösst, drohen dir nicht nur Bussen, sondern auch administrative Massnahmen, die bis zum Ausweisentzug reichen können. Das Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und dich als Fahrer zu schützen, indem riskantes Verhalten frühzeitig korrigiert wird.
Die Regeln sind klar: Wer sich nicht daran hält, riskiert, dass der Führerausweis auf Probe entzogen wird. Das bedeutet, du darfst für eine bestimmte Zeit kein Motorfahrzeug mehr führen. Im Gegensatz zu erfahrenen Fahrern hat ein erster Entzug für Neulenker meist eine Verlängerung der Probezeit um ein Jahr zur Folge. Beim zweiten Entzug wird der Ausweis annulliert, und du musst den gesamten Prozess von Nothelferkurs, Theorieprüfung und Fahrstunden von Neuem beginnen. Das ist nicht nur teuer und zeitaufwendig, sondern auch frustrierend.
Ein Ausweisentzug für Neulenker ist die Folge von Verstössen, die als mittelschwer oder schwer eingestuft werden. Die häufigsten Gründe sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, Alkohol am Steuer und die Benutzung des Mobiltelefons ohne Freisprechaninrichtung. Aber auch andere Vergehen können ernste Konsequenzen haben. Ich erkläre dir, worauf du besonders achten musst:
Zu schnell zu fahren, ist einer der häufigsten Gründe für einen Ausweisentzug, besonders bei Neulenkern. Schon kleinere Überschreitungen können zu einer Busse und einem Eintrag im Fahreignungsregister führen. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit, die je nach innerorts, ausserorts oder Autobahn variiert, wird der Führerausweis entzogen. Zum Beispiel kann eine Überschreitung von 21 km/h innerorts oder 26 km/h ausserorts bereits einen Entzug von mindestens einem Monat bedeuten. Viele unterschätzen die Gefahren und die Konsequenzen, die sich aus nur wenigen Kilometern pro Stunde zu viel ergeben können.
In der Schweiz gilt für Neulenker eine Null-Toleranz-Regel bezüglich Alkohol am Steuer. Das bedeutet, dass du mit einem Führerausweis auf Probe absolut keinen Alkohol trinken darfst, bevor du dich ans Steuer setzt. Der Grenzwert liegt bei 0,1 Promille, was praktisch bedeutet, dass jeder noch so geringe Alkoholwert zu einem Ausweisentzug führt. Dasselbe gilt für Drogen: Jeglicher Konsum von Betäubungsmitteln, der die Fahrfähigkeit beeinträchtigt, hat einen sofortigen Entzug zur Folge. Hier gibt es keine Diskussion; die Sicherheit geht vor.
Das Mobiltelefon während der Fahrt zu benutzen, ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Schon das Halten des Handys in der Hand, um eine Nachricht zu lesen oder zu schreiben, kann eine Busse und bei einer Gefährdung des Verkehrs einen Ausweisentzug nach sich ziehen. Ablenkungen wie das Bedienen des Navigationsgeräts während der Fahrt, das Essen oder das Rauchen können ebenfalls als Verstoss gewertet werden, wenn sie deine Aufmerksamkeit vom Strassenverkehr ablenken und eine konkrete Gefahr darstellen. Konzentriere dich immer voll und ganz auf das Fahren.
Ein Unfall, der durch eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln verursacht wird, kann ebenfalls zum Ausweisentzug führen. Dazu gehören beispielsweise das Missachten eines Rotlichts, gefährliche Überholmanöver oder das Fahren auf der falschen Strassenseite. Bei einem Unfall als Neulenker, besonders wenn er auf einen schweren Verkehrsverstoss zurückzuführen ist, können die Folgen sehr gravierend sein, einschliesslich einer Verlängerung der Probezeit oder sogar der Annullierung des Führerausweises. Lies auch: Führerausweis auf Probe: Dein Guide für die Probezeit in St.Gallen.
Wenn du als Neulenker einen Verstoss begangen hast, der einen Ausweisentzug zur Folge hat, ist der Schock oft gross. Aber es ist wichtig, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern den Ablauf zu verstehen und die notwendigen Schritte einzuleiten. Das Strassenverkehrsamt St.Gallen, wie alle kantonalen Behörden, handelt nach klaren Richtlinien, die im Strassenverkehrsgesetz (SVG) und der Verkehrszulassungsverordnung (VZV) festgelegt sind.
Nachdem ein Verstoss registriert wurde, erhältst du in der Regel eine Vorankündigung des Strassenverkehrsamtes. Darin wird dir mitgeteilt, welche Massnahme (z.B. ein Ausweisentzug) in Betracht gezogen wird und du hast die Möglichkeit, dich dazu zu äussern. Dies ist deine Chance, deine Sicht der Dinge darzulegen. Danach folgt der definitive Entscheid in Form einer Verfügung. In dieser Verfügung steht genau, wie lange dein Führerausweis entzogen wird und welche weiteren Massnahmen, wie zum Beispiel die Verlängerung der Probezeit, ergriffen werden. Du musst deinen Führerausweis dann für die angegebene Dauer beim Strassenverkehrsamt abgeben.
Ein wichtiger Punkt für Neulenker: Beim ersten Ausweisentzug während der Probezeit wird diese automatisch um ein Jahr verlängert. Das bedeutet, dass deine Probezeit nicht nach drei, sondern nach vier Jahren endet. Erst danach kannst du den definitiven Führerausweis beantragen. Das gibt dir mehr Zeit, dich zu bewähren, aber es bedeutet auch, dass du länger unter den strengeren Bedingungen der Probezeit stehst. Du kannst dich hierzu auch auf der offiziellen Seite des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes St.Gallen (SG.ch) informieren. Lies auch: Lernfahrausweis beantragen: Dein Weg zum Führerausweis in St.Gallen.
Der Weiterbildungskurs (WAB-Kurs) ist ein obligatorischer Bestandteil der Ausbildung für Neulenker in der Schweiz. Bis Ende 2019 waren es zwei Kurse, seit 2020 ist es nur noch ein eintägiger Kurs. Diesen Kurs musst du absolvieren, bevor du den definitiven Führerausweis erhältst. Ein Ausweisentzug für Neulenker beeinflusst diesen Prozess massiv. Es ist wichtig, die Änderungen und die Bedeutung des WAB-Kurses zu verstehen, besonders wenn du mit einem Ausweisentzug konfrontiert wirst.
Der WAB-Kurs, auch 2-Phasen-Ausbildung genannt, ist dazu da, deine Fahrsicherheit zu vertiefen und dir zu helfen, Gefahrensituationen besser einzuschätzen. Er muss innerhalb der dreijährigen Probezeit absolviert werden. Wenn du einen Ausweisentzug hattest, verlängert sich deine Probezeit um ein Jahr, und du hast entsprechend länger Zeit, den Kurs zu besuchen. Allerdings ist es ratsam, den Kurs so früh wie möglich zu absolvieren, um unnötigen Stress am Ende der Probezeit zu vermeiden. Informationen zum WAB-Kurs findest du auch beim Bundesamt für Strassen (ASTRA).
Dies ist der schlimmste Fall: Solltest du während der verlängerten Probezeit einen zweiten Verstoss begehen, der einen Ausweisentzug zur Folge hat, wird dein Führerausweis auf Probe annulliert. Das bedeutet, er verliert seine Gültigkeit vollständig, und du musst den gesamten Weg zum Führerausweis von vorne beginnen. Das beinhaltet den Nothelferkurs, die Theorieprüfung, den Lernfahrausweis und alle praktischen Fahrstunden. Eine erneute Anmeldung für einen Lernfahrausweis ist frühestens ein Jahr nach der Annullierung möglich. Diese Regelung zeigt, wie ernst der Gesetzgeber die Bewährungsphase der Neulenker nimmt.
Ein Ausweisentzug für Neulenker hat nicht nur den Verlust der Fahrberechtigung zur Folge, sondern zieht auch erhebliche finanzielle und persönliche Konsequenzen nach sich. Diese Kosten und Umstände werden oft unterschätzt, können aber das Leben für eine längere Zeit stark beeinträchtigen.
Die direkten Kosten eines Ausweisentzugs setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen:
| Kostenpunkt | Beschreibung | Geschätzte Kosten (CHF, Stand Juni 2026) |
|---|---|---|
| Bussgelder | Je nach Art und Schwere des Verstosses | Ab 100 bis mehrere Tausend |
| Administrativgebühren | Für die Bearbeitung des Entzugs durch das Strassenverkehrsamt | Ca. 300–500 |
| WAB-Kurs (obligatorisch) | Einmaliger Kurs nach dem ersten Entzug (oft auch ohne Entzug Pflicht) | Ca. 300–400 |
| Verkehrspsychologisches Gutachten | In schwereren Fällen oder bei wiederholten Verstössen | Ab 1’000 bis 2’000+ |
| Annullierung/Neuerwerb | Beim zweiten Entzug: Nothelferkurs, Theorie, Fahrstunden, Prüfung | Mehrere Tausend |
Diese Kosten können sich schnell summieren und eine erhebliche Belastung darstellen. Plane also immer vorausschauend und fahre verantwortungsvoll.
Neben den finanziellen Belastungen hat ein Ausweisentzug auch weitreichende persönliche Folgen. Deine Mobilität ist stark eingeschränkt, was den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu Freizeitaktivitäten erschwert. Das kann zu Abhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen Personen führen, was deine Autonomie einschränkt. Auch deine Versicherungsprämien können nach einem Ausweisentzug stark ansteigen, da du als höheres Risiko eingestuft wirst. Im schlimmsten Fall kann ein Ausweisentzug auch berufliche Konsequenzen haben, wenn du auf das Führen eines Fahrzeugs angewiesen bist.
Als Fahrlehrer ist es mir ein Anliegen, dass du sicher und unfallfrei unterwegs bist und deinen Führerausweis behältst. Ein Ausweisentzug für Neulenker ist vermeidbar, wenn du einige Grundregeln beachtest und dir der Verantwortung bewusst bist. Hier sind meine wichtigsten Tipps, damit du deine Probezeit erfolgreich meisterst:
Denke immer daran: Der Führerausweis ist ein Privileg, keine Selbstverständlichkeit. Mit einer verantwortungsbewussten Fahrweise schützt du nicht nur dich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und vermeidest einen Ausweisentzug.
Bei einem ersten Ausweisentzug während der Probezeit wird dein Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen, und deine Probezeit verlängert sich automatisch um ein Jahr. Du musst dann innerhalb der neuen Probezeit den obligatorischen Weiterbildungskurs (WAB) absolvieren, falls du dies noch nicht getan hast. Bei einem zweiten Entzug wird der Führerausweis annulliert, und du musst die gesamte Ausbildung von Neuem beginnen.
Ja, nach einem ersten Ausweisentzug während der Probezeit wird deine bestehende Probezeit um ein Jahr verlängert. Das bedeutet, du hast statt drei neu vier Jahre Probezeit. Sollte dein Führerausweis annulliert werden (z.B. beim zweiten Entzug), beginnst du nach dem erfolgreichen Neuerwerb deines Lernfahrausweises und der bestandenen Prüfung wieder mit einer neuen Probezeit von drei Jahren.
Als Neulenker giltst du in der Schweiz, sobald du den Führerausweis der Kategorie A (Motorrad) oder B (Auto) zum ersten Mal erworben hast. Dieser Ausweis wird für eine Dauer von drei Jahren auf Probe ausgestellt. In dieser Zeit gelten für dich besondere Regeln, wie die Null-Toleranz bei Alkohol und die Pflicht, einen Weiterbildungskurs (WAB) zu absolvieren.
Die Folgen eines Unfalls für Neulenker in der Schweiz hängen von der Schuldfrage und der Schwere des verursachenden Verkehrsverstosses ab. Wenn der Unfall durch eine grobe Verkehrsregelverletzung deinerseits verursacht wurde, drohen neben strafrechtlichen Konsequenzen auch administrative Massnahmen wie ein Ausweisentzug und die Verlängerung der Probezeit. Im schlimmsten Fall kann bei wiederholten Verstössen der Führerausweis annulliert werden. Zudem können die Versicherungsprämien erheblich steigen.
Die Dauer eines Ausweisentzugs für Neulenker variiert je nach Schwere des Verstosses. Bei leichten Verstössen kann es bei einer Verwarnung bleiben. Bei mittelschweren Verstössen beträgt der Entzug mindestens einen Monat. Schwerere Verstösse, wie Fahren unter Alkoholeinfluss oder massive Geschwindigkeitsüberschreitungen, können zu Entzügen von mehreren Monaten oder sogar Jahren führen. Beim ersten Entzug wird die Probezeit zusätzlich um ein Jahr verlängert.
Ja, den obligatorischen Weiterbildungskurs (WAB) kannst du auch nach einem Ausweisentzug noch absolvieren. Da sich deine Probezeit beim ersten Entzug um ein Jahr verlängert, hast du auch länger Zeit, diesen Kurs zu besuchen. Es ist jedoch ratsam, den WAB-Kurs so früh wie möglich zu absolvieren, um unnötigen Druck gegen Ende der Probezeit zu vermeiden. Ohne den WAB-Kurs erhältst du keinen definitiven Führerausweis.