Tempolimits Schweiz: Alle Geschwindigkeiten im Überblick
Tempolimits Schweiz: Ob innerorts, ausserorts oder auf der Autobahn. Hier erfährst du, wie schnell du fahren darfst und …
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Beim Thema Spiegel einstellen toter Winkel gibt es eine klare Regel: Was du im Spiegel nicht siehst, kann beim Spurwechsel extrem gefährlich werden. In meinen Fahrstunden in St.Gallen stelle ich immer wieder fest, dass viele Fahrschüler die Spiegel aus reiner Gewohnheit falsch positionieren. Wenn du den Innenspiegel und die beiden Aussenspiegel optimal ausrichtest, verkleinerst du den unsichtbaren Bereich neben dem Auto massiv. Das gibt dir nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch ein viel besseres Gefühl für dein Fahrzeug im dichten Stadtverkehr.
Ein falsch eingestellter Spiegel vergrössert den toten Winkel unnötig und führt beim Spurwechsel oder Abbiegen schnell zu brenzligen Situationen. Wenn du dein eigenes Auto im Aussenspiegel zu gross siehst, verschwendest du wertvolles Sichtfeld zur Seite. Die optimale Einstellung sorgt dafür, dass du herannahende Fahrzeuge, Motorräder oder Velos deutlich früher erkennst. Das ist die absolute Basis für sicheres Fahren im Alltag.
Bevor du überhaupt den Motor startest, musst du dir angewöhnen, deine Sitzposition zu prüfen und anschliessend die Spiegel zu kontrollieren. Viele Fahrschüler übersehen diesen Schritt, wenn sie das Auto von jemand anderem übernehmen. Ein kleiner Winkelunterschied im Spiegel kann auf der Autobahn bedeuten, dass ein komplettes Fahrzeug neben dir unsichtbar bleibt. Deshalb legen wir in der Fahrschule extrem grossen Wert auf diese Routine. Wenn du mehr über die Vorbereitung im Auto wissen willst, schau dir meinen Guide zum Thema Fahrzeugbedienung lernen: Cockpit und Kontrolle vor der Fahrt an.
Zuerst stellst du immer deinen Sitz und das Lenkrad ein. Erst danach folgen die Spiegel. Den Innenspiegel fasst du am besten nur am äusseren Plastikrand an, damit keine störenden Fingerabdrücke auf dem Glas bleiben. Er muss exakt das ganze Heckfenster einrahmen. Du solltest den Verkehr hinter dir sehen können, indem du nur die Augen bewegst, nicht den ganzen Kopf.
Bei den Aussenspiegeln gilt eine einfache Faustregel: Der Horizont sollte etwa in der Mitte oder im oberen Drittel des Spiegels liegen. Von deinem eigenen Fahrzeug solltest du nur noch einen ganz schmalen Streifen – quasi den Türgriff der vorderen Tür – am inneren Rand erkennen. Je weiter du den Spiegel nach aussen stellst, desto kleiner wird der tote Winkel. Dreh ihn aber nicht so weit hinaus, dass du den Bezug zu deinem eigenen Auto komplett verlierst.
Nein, selbst bei der allerbesten Einstellung bleibt ein unsichtbarer Bereich schräg hinter deinem Fahrzeug bestehen. Das korrekte Spiegel einstellen toter Winkel minimiert das Risiko zwar deutlich, ersetzt aber niemals den Kontrollblick über die Schulter. Es ist immer ein Zusammenspiel aus Spiegelbeobachtung und direkter Sicht aus dem Fenster.
Moderne Autos sind heute oft mit einem elektronischen Totwinkel-Assistenten ausgestattet, der im Aussenspiegel leuchtet, wenn sich dort ein Fahrzeug befindet. Das ist ein tolles Hilfsmittel. Doch Technik kann ausfallen oder schmale Objekte wie Velos im dichten Verkehr von St.Gallen übersehen. Verlasse dich deshalb nie blind auf Sensoren. Die Verantwortung liegt immer bei dir als lenkende Person. Weitere Tipps zur Aufmerksamkeit im Strassenverkehr findest du in meinem Beitrag über Vorausschauend fahren: Die wichtigste Fahrtechnik.
Der Schulterblick ist deine persönliche Lebensversicherung beim Abbiegen, beim Spurwechsel und beim Einspuren. Bevor du das Lenkrad einschlägst, drehst du den Kopf kurz, aber deutlich zur Seite. So prüfst du exakt den Bereich neben den hinteren Fenstern, den die Spiegel nicht abdecken können.
Machst du diesen Blick an der praktischen Führerprüfung nicht, fällst du in der Regel sofort durch. Es ist eine Gewohnheit, die du von der ersten Fahrstunde an automatisieren musst. Egal ob du auf der Autobahn die Spur wechselst oder im Quartier abbiegst – der Ablauf ist immer gleich: Innenspiegel, Aussenspiegel, Blinker setzen, Schulterblick, Lenkrad drehen. Auch bei Manövern ist diese Rundumsicht entscheidend. Lies dazu gerne meine Tipps, wie du seitwärts einparken stressfrei meisterst, oder worauf du beim Vortritt Linksabbiegen an grossen Kreuzungen achten musst.
Besonders Zweiräder verschwinden extrem schnell im toten Winkel eines Autos oder Lastwagens. Als Autofahrer musst du dir dieser Gefahr immer bewusst sein. Wenn du an einer Ampel stehst und rechts abbiegen willst, musst du zwingend den Radweg oder den Bereich rechts neben deinem Auto kontrollieren, bevor du losfährst.
Die offiziellen Empfehlungen des Bundesamts für Strassen (ASTRA) weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig die korrekte Blicktechnik zur Vermeidung von Unfällen mit Zweirädern ist. Auch der Touring Club Schweiz (TCS) betont in seinen Ratgebern regelmässig, dass der tote Winkel eine der Hauptunfallursachen im städtischen Raum bleibt. Nimm dir also die paar Sekunden Zeit, um deine Spiegel vor jeder Fahrt zu prüfen.
Immer dann, wenn jemand anderes mit dem Auto gefahren ist. Auch wenn du deine eigene Sitzposition veränderst – zum Beispiel die Lehne steiler stellst oder den Sitz nach vorne schiebst – musst du die Spiegel zwingend nachjustieren. Der Blickwinkel ändert sich mit jedem Zentimeter.
Diese kleinen, gewölbten Zusatzspiegel vergrössern den Blickwinkel tatsächlich. In der Fahrschule nutzen wir oft zusätzliche Spiegel, um den Verkehr besser im Blick zu haben. Für dein privates Auto sind sie ein nettes Extra, entbinden dich aber rechtlich und praktisch nicht vom Schulterblick.
Grundsätzlich solltest du das vermeiden, da es dich massiv vom Verkehr ablenkt. Bemerkst du während der Fahrt, dass die Einstellung nicht passt, warte auf die nächste rote Ampel oder fahre kurz rechts ran. Sicherheit geht immer vor.
Das hängt stark vom Fahrzeugmodell ab. Bei modernen Autos mit breiten C-Säulen (die hinterste Säule am Auto) ist der unsichtbare Bereich oft deutlich grösser als bei älteren Modellen mit grossen Fenstern. Ein komplettes Motorrad oder ein Velo können darin problemlos komplett verschwinden.