Schulterblick üben: So machst du ihn zur Gewohnheit in St.Gallen
Den Schulterblick üben ist entscheidend für deine Sicherheit und die Prüfung in St.Gallen. Ich zeige dir, wie du …
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Autofahren bei Regen stellt dich vor besondere Herausforderungen, denn Nässe und Schnee verändern die Fahrbahn komplett. Die Haftung der Reifen sinkt, der Bremsweg wird länger und die Sicht ist oft eingeschränkt. Als dein Fahrlehrer zeige ich dir, wie du auch bei schlechtem Wetter sicher unterwegs bist und was du beachten musst.
Nässe und Schnee auf der Fahrbahn verringern die Reibung zwischen Reifen und Strasse erheblich. Stell dir vor, du gehst auf einer nassen Fliese – es ist rutschiger als auf einer trockenen. Ähnlich ist es beim Auto. Besonders gefährlich wird es, wenn es nach längerer Trockenheit zu regnen beginnt, denn dann vermischt sich der Regen mit Ölresten und Schmutz auf der Fahrbahn, was eine schmierige Schicht bildet. Auch bei Schneefall verändert sich der Untergrund ständig, von festem Schnee über Matsch bis hin zu Glatteis. Das erfordert von dir als Fahrer viel Aufmerksamkeit und eine angepasste Fahrweise.
Die Geschwindigkeit ist der wichtigste Faktor beim Autofahren bei Regen und Schnee. Als Faustregel gilt: Reduziere deine Geschwindigkeit um mindestens ein Drittel, wenn die Fahrbahn nass ist. Wenn die Sichtweite aufgrund von starkem Regen oder Schneefall unter 50 Meter fällt, darfst du in der Schweiz und in Deutschland nicht schneller als 50 km/h fahren. Auf der Autobahn bedeutet das, dass du bei schlechten Verhältnissen auch deutlich unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h bleiben musst. Blitzer sind darauf ausgelegt, solche Verstösse zu ahnden, denn «nicht angepasste Geschwindigkeit bei schlechten Wetterverhältnissen» ist eine häufige Unfallursache.
Gerade auf der Autobahn siehst du oft Schilder mit einer reduzierten Geschwindigkeitslimite bei Nässe, zum Beispiel «100 km/h bei Nässe». Diese sind unbedingt zu beachten. Aber auch ohne solche Schilder gilt: Dein Tempo muss immer den Verhältnissen angepasst sein. Ein längerer Bremsweg auf nasser Fahrbahn ist physikalisch bedingt – plane also immer genügend Puffer ein. Lies dazu auch meinen Artikel über Abstand halten Auto: So fährst du sicher in der Schweiz.
Aquaplaning, auch Wasserglätte genannt, ist eine der gefährlichsten Situationen beim Autofahren bei Regen. Es entsteht, wenn sich zu viel Wasser zwischen Reifen und Fahrbahn sammelt und die Reifen den Kontakt zur Strasse verlieren. Dein Auto schwimmt dann auf einem Wasserfilm, und du kannst weder lenken noch bremsen. Die Anzeichen sind ein plötzliches Leichtwerden der Lenkung, ein Aufheulen des Motors (weil die Antriebsräder durchdrehen) und ein zischenartiges Geräusch der Reifen. So erkennst du es:
Wenn du Aquaplaning bemerkst, ist es entscheidend, ruhig zu bleiben und richtig zu reagieren: Nimm den Fuss vom Gas und kupple aus. Lenke nicht abrupt, sondern halte das Lenkrad gerade oder lenke sanft in die Richtung, in die das Heck ausbrechen könnte. Bremse auf keinen Fall ruckartig, sondern nur ganz leicht, um den Reifen die Chance zu geben, wieder Bodenkontakt zu finden. Sobald du wieder Grip spürst, kannst du die Fahrt mit angepasster Geschwindigkeit fortsetzen. Das richtige Verhalten im Notfall üben wir in der Fahrschule, damit du vorbereitet bist.
Bei Regen und Schnee ist gute Sicht für dich und deine Umgebung absolut entscheidend. Schalte immer das Abblendlicht ein, sobald die Sicht schlechter wird – also schon bei leichtem Regen oder Schneefall. Das Abblendlicht-Symbol ist meist ein Scheinwerfer mit schrägen Linien nach unten. Das Tagfahrlicht reicht bei schlechter Sicht nicht aus, da es hinten oft nicht leuchtet und dein Fahrzeug so von hinten schlechter zu erkennen ist. Bei sehr starkem Regen oder Schneefall kannst du zusätzlich die Nebelschlussleuchte einschalten, aber nur, wenn die Sicht unter 50 Meter fällt. Denke daran, sie sofort wieder auszuschalten, sobald sich die Sicht verbessert hat, da sie stark blendet. Deine Scheibenwischer sollten immer intakt sein und bei Bedarf auf die höchste Stufe gestellt werden. Auch die Heckscheibenheizung hilft, die Sicht nach hinten freizuhalten.
Deine Reifen sind der einzige Kontaktpunkt zwischen deinem Fahrzeug und der Strasse – und damit deine Lebensversicherung bei Nässe und Schnee. Achte auf genügend Profiltiefe. In der Schweiz sind gesetzlich mindestens 1,6 mm vorgeschrieben, ich empfehle aber mindestens 3-4 mm, besonders wenn du oft bei Regen fährst. Je mehr Profil, desto besser kann das Wasser abgeleitet werden und das Risiko für Aquaplaning sinkt. Prüfe regelmässig den Reifendruck, denn ein korrekter Druck verbessert nicht nur die Fahrsicherheit, sondern auch den Grip bei Nässe. Für die kalte Jahreszeit sind Winterreifen Pflicht, sobald die Temperaturen unter 7 Grad fallen und mit Schnee oder Eis zu rechnen ist. Sie bieten deutlich bessere Haftung als Sommerreifen auf kaltem, nassem oder verschneitem Untergrund. Du kannst dich bei uns in der Fahrschule St.Gallen jederzeit zu den richtigen Reifen beraten lassen.
Ja, Autofahren bei Regen ist in Ordnung, solange du deine Fahrweise den Verhältnissen anpasst. Reduziere deine Geschwindigkeit, halte mehr Abstand zum Vordermann und schalte das Abblendlicht ein. Vermeide abrupte Lenk- oder Bremsmanöver, da die Fahrbahn bei Nässe deutlich rutschiger ist. Besonders nach längeren Trockenperioden ist die Strasse in den ersten Minuten des Regens sehr glatt, da sich Öl- und Gummireste mit dem Wasser vermischen.
Bei Regen gibt es keine generelle, feste Geschwindigkeitsbegrenzung ausserhalb der regulären Limits. Doch wenn die Sichtweite aufgrund von Regen oder Schneefall unter 50 Meter fällt, darfst du maximal 50 km/h fahren, auch auf der Autobahn. Auf Autobahnen gibt es oft auch dynamische Anzeigen, die bei Nässe die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h oder weniger reduzieren. Passe deine Geschwindigkeit immer so an, dass du das Fahrzeug jederzeit beherrschen kannst.
Aquaplaning tritt auf, wenn deine Reifen den Kontakt zur Fahrbahn verlieren und auf einem Wasserfilm gleiten. Dein Auto lässt sich dann nicht mehr lenken oder bremsen. Reagiere, indem du den Fuss vom Gas nimmst, die Kupplung trittst und das Lenkrad gerade hältst. Bremse nicht ruckartig. Sobald die Reifen wieder Kontakt haben, kannst du die Fahrt vorsichtig fortsetzen. Dies ist eine kritische Situation, die du unbedingt vermeiden solltest.
Die Reifen sind der entscheidende Faktor für deine Sicherheit bei Nässe und Schnee, da sie den einzigen Kontakt zur Strasse herstellen. Eine ausreichende Profiltiefe (empfohlen 3-4 mm) und der korrekte Reifendruck sind essenziell, um Wasser effektiv abzuleiten und Aquaplaning zu verhindern. Bei winterlichen Verhältnissen sind Winterreifen unerlässlich, da sie durch ihre spezielle Gummimischung und Profilgestaltung deutlich mehr Grip bieten als Sommerreifen.
Ja, bei Regen solltest du immer das Abblendlicht einschalten, sobald die Sichtverhältnisse es erfordern. Das ist nicht nur wichtig, damit du besser siehst, sondern auch, damit du von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wirst. Das Tagfahrlicht reicht oft nicht aus, da es in der Regel nur die Front beleuchtet. Die Nebelschlussleuchte darfst du nur bei Sicht unter 50 Metern einschalten und musst sie dann sofort wieder ausschalten, wenn sich die Sicht bessert.
Bei Schnee und Eis musst du besonders vorsichtig fahren. Reduziere die Geschwindigkeit drastisch, halte extrem viel Abstand und fahre sehr vorausschauend. Lenke, bremse und beschleunige nur sanft, um ein Rutschen zu vermeiden. Nutze den zweiten Gang zum Anfahren, um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern. Winterreifen sind bei diesen Bedingungen unerlässlich. Falls du dich unsicher fühlst, ist es besser, das Auto stehen zu lassen. Lies auch meinen Artikel zum Anfahren am Hang, die Tipps helfen auch bei rutschigem Untergrund.
Quellen & weiterführende Informationen: Google Unternehmensprofil · IHK